1964 · Compatible Mainframe Family · Werk 1177 von 1.871
The data processing room of an aircraft factory in St. Louis on a summer afternoon, on a raised floor of pale grey tiles a processor cabinet one metre sixty tall, its side wall brick-red, a plain black strip along its top, its front light grey with two white fields of fine grids of glowing lamps, a red pull knob, below a row of rotary switches with plain rings and groups of square keys in blue, white, red and green, before it a broad light grey table top, a hand in a short white shirt sleeve turning a rotary switch, a tray of cream tabulating cards, tape units with red reels behind.
Wofür es benutzt wurde
Mit der Ankündigung vom 7. April 1964 stellte IBM 6 Prozessormodelle und 54 Peripheriegeräte vor, die eine 50-fache Leistungsspanne abdeckten. Die Monatsmiete reichte von 2.700 Dollar für eine Grundkonfiguration bis 115.000 Dollar für eine große Mehrrechneranlage, der Kaufpreis von 133.000 bis 5.500.000 Dollar. In den ersten 4 Wochen gingen weit über 1.000 Bestellungen ein. Gerechnet wurde darauf überall, wo IBM Kunden hatte: das Modell 95 entstand in 2 Exemplaren für die NASA, eines davon im Goddard Space Flight Center; die Tokai Bank in Japan erhielt eine Anlage, Ford nutzte sie nach Aussage eines Mitarbeiters erstmals mit einem Betriebssystem, das alles verwaltete. Der Widerhaken: die Modelle 60, 62 und 70 wurden durch die besseren 65 und 75 ersetzt, bevor eines der drei ausgeliefert war.
Was daran neu war
Neu war nicht der Großrechner, sondern die Reihe: ein Befehlssatz über die ganze Spanne, so dass ein gültiges Programm auf jedem Modell lief, dazu eine Standardschnittstelle für Peripherie. IBM ersetzte damit 5 eigene, untereinander unverträgliche Produktlinien, darunter den 1401, den damals weltweit bestverkauften Rechner. Der Preis dafür stand im SPREAD-Bericht vom Dezember 1961: die neue Familie werde mit den vorhandenen IBM-Prozessoren nicht verträglich sein; 1401-Programme liefen nur noch per Emulation. Den ersten kommerziellen Steuerspeicher hatte nicht IBM - Emerson W. Pugh nennt dafür LEO III der Lyons Computer Company von 1961. RCA baute mit Spectra 70 eine kompatible, billigere Linie und verkaufte die Rechnersparte 1971 an Sperry Rand.
Was die Quellen offenlassen: IBM-Quellen zählen unterschiedlich: 54 Peripheriegeräte und 50-fache Spanne (ibm.com/history, Pugh) gegen 44 Geräte und etwa 25 zu 1 in IBMs eigener Rückschau; der SPREAD-Plan von 1961 sah 5 Prozessoren und 200-fache Spanne vor. Die Kosten von 5 Milliarden Dollar über 4 Jahre sind eine Angabe des IBM-Archivs. Das Datum ist die Ankündigung, nicht die Lieferung.