1965 · Twelve-Bit Minicomputer · Werk 1179 von 1.871
A monitoring room beside an operating theatre in a Boston hospital in the early morning, cool white light and pale green tiles, on a steel trolley a computer eighty-five centimetres tall, a low base in an aluminium frame, its front with a pale grey top strip and a copper-orange plate, both plain, a black field with five rows of round grey lamps, some glowing, a row of toggle switches with alternating orange and cream-white paddles, above it two tall hoods of smoke-grey clear acrylic with blue-grey caps over rows of circuit cards, cables running to a monitor with a green curve, a hand in a green surgical sleeve flipping an orange paddle.
Wofür es benutzt wurde
Der PDP-8 kostete 18.000 Dollar, nach Angabe des CHM ein Fünftel eines kleinen System/360, und brachte 4096 Worte zu 12 Bit Kernspeicher mit, erweiterbar auf 32.768; Befehle brauchten 1,6 bis 4,8 Mikrosekunden. Verkauft wurde er in Tischform, in einen 19-Zoll-Schrank eingebaut oder im DEC-Schrank. 1967 nannte DEC in einer eigenen Anzeige über 700 verkaufte Geräte; Datapro zählte 1975 mehr als 25.000 ausgelieferte PDP-8. Für den programmkompatiblen Vorgänger PDP-5 nennt DEC 1965 die Aufgaben, die solche Maschinen übernahmen: Impulshöhen-analyse, Zugfestigkeitsprüfung, Ozeanografie, Walzwerksteuerung, Satzherstellung, Reaktorüberwachung. Der Widerhaken: DEC unterbot mit 18.000 Dollar seinen eigenen PDP-5 zu 28.000 Dollar und 1966 sich selbst mit dem PDP-8/S zu 10.000 Dollar.
Was daran neu war
Kennzeichnend war der Preis bei alter Architektur, nicht eine neue Maschine: DEC selbst nennt den PDP-5 den funktional gleichwertigen, programmkompatiblen Vorgänger und wirbt damit, die Software sei in über 75 PDP-5-Installationen erprobt. Als eigene Neuheit beansprucht DEC in der Broschüre von 1965 nur, der PDP-8 sei der einzige Rechner seiner Preisklasse mit vollwertigem Koinzidenzstrom-Kernspeicher, dazu Silizium-Logik in FLIP-CHIP-Modulen und gebündelte Ein-/Ausgabeleitungen. Prioritäten bleiben geteilt: das CHM nennt ihn den ersten kommerziell erfolgreichen Minirechner und spricht den ersten 16-Bit-Minirechner der DDP-116 von Computer Control Company zu, von der 172 Stück ausgeliefert wurden.
Was die Quellen offenlassen: Die Stückzahlen zählen verschiedene Zeitpunkte und Gegenstände: über 700 (DEC-Anzeige, 1967), mehr als 25.000 (Datapro 1975), über 10.000 über 25 Jahre (CHM), über 50.000 ohne eingebettete Einchip-Varianten (Smithsonian). Die beiden Lebenszahlen von CHM und Smithsonian gehen um das Fünffache auseinander. Als Datum gilt die erste Lieferung 1965; CHM führt den PDP-8 auf der Jahresseite 1964.