The Clear Drawer

1965 · Removable Disk Pack Storage · Werk 1180 von 1.871

The windowless basement machine room of a bank in Zurich on a weekday morning, cool light from fluorescent tubes, a broad disk storage cabinet one and a half metres wide and almost as tall, two light grey upper doors with dark grey strips of small green, red and white buttons, below four cream-white drawers in two rows, each with a half-round clear window and a small blue handle, one drawer pulled open, every button blank and every surface plain and unmarked, a hand in a white coat sleeve lowering a stack of silver platters under a clear round cover onto the spindle, a round steel vault door open in the far wall.

Wofür es benutzt wurde
Der Plattenstapel 1316 bestand aus 6 Scheiben von 14 Zoll Durchmesser, wog 10 Pfund und hielt auf dem Laufwerk 2311 bis zu 7,25 Megabyte; 10 der 12 Flächen wurden genutzt. In IBMs Preisliste vom Januar 1974 kostete das Laufwerk 21.390 Dollar im Kauf oder 580 Dollar Monatsmiete, der Stapel 360 Dollar im Kauf und 15 Dollar im Monat. Gebraucht wurde die Austauschbarkeit nicht nur zur Speichererweiterung, sondern zum Datentransport: Filialketten fuhren wöchentliche Preisaktualisierungen aus, und eine Panzerwagenfirma transportierte Stapel wie Bargeld. Bis Ende 1964 waren laut Jim Porter über 6.000 Laufwerke und 41.000 Stapel der Vorgängergeneration 1311 ausgeliefert. Der Widerhaken: dieselbe Austauschbarkeit verbreitete Schäden - der Stapelwechsel erlaubte Verschmutzung über mehrere Stapel und Laufwerke hinweg.
Was daran neu war
Gegenüber den festen Plattenspeichern 1301 und 1302 war neu, dass die Kapazität nur noch von der Zahl der gekauften Stapel begrenzt war und Daten körperlich zwischen Anlagen wandern konnten; den Durchbruch dazu brachte aber schon der 1311 von Oktober 1962. Das Laufwerk 2311 war eine Verdichtung, keine Erfindung: von 2 auf 7,25 Megabyte auf demselben Stapel, 100 auf 200 Spuren, 1.500 auf 2.400 Umdrehungen je Minute und eine selbsttaktende Aufzeichnung, die die Taktspur des 1311 ersparte. Nachgebaut wurde der Standard rasch - 1969 boten Telex, Memorex und Century Data eigene 2311-Laufwerke an, Stapel kamen von Memorex, 3M, CDC und BASF. Ein interner IBM-Bericht vom Februar 1970 schätzte den Fremdanteil bei 2311-Laufwerken auf 4 Prozent, erwartete aber Wachstum.

Was die Quellen offenlassen: Das Datum ist gestaffelt: Ankündigung April 1964, erste Lieferung Juni 1965 (Zeitzeugengespräch des CHM). Kapazitätsangaben zählen Verschiedenes - 2 Millionen Zeichen beim 1316 am 1311 gegen 7,25 Megabyte am 2311. Keine namentlich belegte Anwenderinstallation von 1965 mit Stückzahlen gefunden; die Zahlen von 1964 nennt Jim Porter ohne Quellenangabe.

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