The Grey-Green Arc

1968 · Pipelined Scientific Mainframe · Werk 1182 von 1.871

The computing hall of a physics research centre north of Moscow on a winter afternoon, pale snow light through double windows, four tall light grey-green cabinets in a shallow arc, their open fronts showing tiers of grey plug-in cells behind glass, before each cabinet a sloping light grey control desk with a red-brown veneered ledge, rows of push buttons in green, red, orange, yellow and blue, black rotary knobs and small glowing lamps, every button blank and every surface plain and unmarked, plain fanfold paper on one ledge, a hand in a brown knitted cardigan sleeve pressing a green button.

Wofür es benutzt wurde
Seriennummer 1 ging im Januar 1969 an das Lawrence Livermore Laboratory, wo Waffenkonstrukteure damit rechneten; das Schild an der erhaltenen Maschine nennt 5,1 Millionen Dollar, 65.000 Worte kleinen und 512.000 Worte großen Kernspeicher, 3.360 Module und 120 Meilen Draht. Das NCAR nahm Seriennummer 12 im Mai 1971 und betrieb sie knapp 12 Jahre bis zum Frühjahr 1983; sie lief im Allgemeinen 5-mal so schnell wie der CDC 6600, und das NCAR nennt dies den letzten derart großen allgemeinen Geschwindigkeitssprung aus einem einzelnen Prozessor. CERN ließ seine Anlage im Februar 1972 nach Genf einfliegen. Der Widerhaken: die schnellste Maschine war weniger stabil als ihr Vorgänger, der 6600 - das NCAR musste wegen kurzer mittlerer Laufzeit zwischen Ausfällen erst Wiederanlaufverfahren bauen, was Jahre dauerte, und bis dahin war der Ärger der Nutzer beträchtlich.
Was daran neu war
Neu war der Zuschnitt der Rechenwerke: CDCs eigene Systembeschreibung vom November 1968 nennt 9 segmentierte, also nach Fließbandart in Stufen arbeitende Recheneinheiten, 24 Arbeitsregister und einen Befehlsstapel für 12 Worte, und beziffert die Rechenleistung auf mehr als das Vierfache des CDC 6600 bei 27,5 ns Taktperiode. Erfunden war das Fließbandprinzip damit nicht: die Arbeit über das IBM System/360 Modell 91 von Anderson, Sparacio und Tomasulo, eingegangen im September 1965 und erschienen im Januar 1967, beschreibt den Prozessor ausdrücklich als Montagestraße aus lose gekoppelten Hardwaregruppen; vom Modell 91 wurden nach Angabe des CHM nur 15 Stück gebaut. Im Vergleichstest des NCAR von Anfang 1970 gewann der 7600 gegen den IBM 360/195 nur mit knappem Vorsprung.

Was die Quellen offenlassen: 1968 ist das Jahr der CDC-Systembeschreibung, die erste Lieferung fällt auf Januar 1969. Keine Gesamtstückzahl belegt; nachweisbar sind mindestens 12 Geräte bis Mai 1971. Die Außerdienststellung wird unterschiedlich gezählt: Livermore schreibt, das letzte eigene 7600 sei 1985 abgelöst worden, das Schild am Museumsstück nennt Oktober 1988.

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