1969 · Pedestal Minicomputer for the Home · Werk 1183 von 1.871
The Christmas display floor of a grand department store in Dallas in the evening, warm spotlights, pine garlands soft behind, on white carpet a computer on a black pedestal widening upward from a flat base plate, on top a bright red hood with rounded edges sloping back, a broad cream-white shelf jutting forward over the pedestal, behind it a narrow cream panel under dark smoked glass with grey rectangular keys, small toggle switches and five black-framed lit buttons, every key blank and every surface plain and unmarked, a folded white apron and a closed red cloth-bound book on the shelf, a woman's hand with a gold bracelet on one switch.
Wofür es benutzt wurde
Angeboten wurde das Gerät im Weihnachtskatalog von Neiman-Marcus 1969: für 10.600 Dollar bekam man den Rechner, ein Kochbuch, eine Schürze und einen zweiwöchigen Programmierkurs. Im Sockel steckte ein serienmäßiger Honeywell 316 mit 4096 Worten zu 16 Bit und 312.500 Additionen je Sekunde, bedient über Binärschalter und Lampen. Honeywells eigene Broschüre verkauft dieselbe Maschine für Prozesssteuerung, Messdatenerfassung und Datenübertragung, und einen zweiwöchigen Standardkurs in Maschinensprache bot Honeywell dort ohne Aufpreis an. Das Computer History Museum schreibt, verkauft worden sei keines. Der Widerhaken: die beworbene Hausfrau hätte zuerst den Industriekurs absolvieren müssen, um ihre Rezepte in Binärschaltern einzugeben - gezählt wurden dagegen 450 Installationen des DDP-316 weltweit im April 1971.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Vermarktung, nicht die Technik: das Computer History Museum und Honeywells Unterlagen halten fest, dass die Logik mit der DDP-516 der Computer Control Company identisch war, deren erste Installation auf September 1966 datiert. Der Sockel war kein Einfall des Kaufhauses, sondern eine von 3 katalogisierten Bauformen neben Tischgerät und 19-Zoll-Einschub. Honeywell beanspruchte für den 316 nur, die erste 16-Bit-Maschine unter 10.000 Dollar von einem großen Rechnerhersteller zu sein, und diese Einschränkung trug: die Data General Nova war mit 8.000 Dollar billiger und seit Februar 1969 installiert.
Was die Quellen offenlassen: Die Verkaufszahl ist strittig: das CHM schreibt, keines sei verkauft worden; ein Beitrag in JSTOR Daily von 2024, der sich auf Paul Atkinson 2010 stützt, nennt rund 20 gebaute Gehäuse und mindestens einen Verkauf an ein College; der Originalaufsatz war nicht einsehbar. Die Gewichtsangaben gehen auseinander (CHM 50, JSTOR Daily 115 Pfund) und sind weggelassen. Dass das Gerät für den Haushalt entworfen wurde, belegt keine Quelle. Der Anzeigentext ist nur in Zweitquellen reproduziert.