The Carrying Case

1975 · Portable Desktop Computer · Werk 1189 von 1.871

An engineering office in Delft on a grey autumn morning, flat daylight from a canal window, on a pale oak desk a light beige box-shaped computer forty-five centimetres wide, its front sloped slightly forward, at the left a small dark screen glowing soft green with blurred rows, beside it a round knob, a red power switch and two pilot lamps, at the right a column of plain toggle switches above a tape cassette slot, below white typewriter keys and grey function keys, every key blank, every surface plain and unmarked, an engineer's hands in pale blue shirt cuffs on the keys, a grey carrying case half open on the floor.

Wofür es benutzt wurde
Angekündigt am 9. September 1975, Lieferung ab September: der tragbare Rechner IBM 5100, ein Gerät von 8 x 17,5 x 24 Zoll, je nach Speicherausbau 46 bis 50 Pfund schwer, mit 16.384 bis 65.536 Byte Hauptspeicher und den Interpretern für APL, BASIC oder beide im Festwertspeicher. Die Kaufpreise reichten von 8.975 Dollar für das kleinste BASIC-Modell bis 19.975 Dollar für die größte Doppelsprachenausführung; die weiche Tragetasche kostete 125 Dollar, der Drucker 3.675 Dollar, Miete gab es nicht. IBM schickte keinen Techniker - der Kunde stellte das Gerät nach Anleitung selbst auf, die Garantie lief 10 Tage plus 3 Monate. Datapro fand 1977 unter 10 Anwendern eine Reederei mit 3 Geräten an Bord von Tankern, die damit die Heuer der Seeleute abrechnete und dem Kapitän Belastung und Tiefgang bei verschiedenen Beladungen ausrechnete, und einen Fleischgroßhändler, der damit Preise bestimmte. Der Widerhaken: 8.975 Dollar in dem Jahr, in dem der Altair 8800 als Bausatz 439 Dollar kostete.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht das Konzept: Datapro schreibt im Oktober 1975, ein in einer Hochsprache programmierbarer Tischrechner sei nicht neu, Hewlett-Packard und Wang verkauften solche Geräte seit Jahren in derselben Preisklasse; der 5100 unterscheide sich durch die Größe des Hauptspeichers und dadurch, dass 2 Sprachen darin steckten, umschaltbar an der Frontplatte. Der Unterschied ist bezifferbar: der HP 9830A von 1972 hatte 3.520 Byte Nutzerspeicher, erweiterbar auf 7.616, gegen 16.384 bis 65.536 Byte beim 5100, von denen dem Nutzer etwa 12.000 Byte (BASIC, 16K) bis 58.800 Byte (APL, 64K) blieben. Innerhalb IBMs gab es schon 1973 den tragbaren Prototyp SCAMP, der laut Smithsonian den APL-Prozessor des IBM 1130 nachbildete. Der Widerhaken: IBM beschränkte das Gerät bewusst, damit es dem System/32 nicht wesentlich schadete - ohne Direktzugriffsspeicher war Geschäftsdatenverarbeitung nicht vorgesehen, Anwender trieben sie trotzdem damit.

Was die Quellen offenlassen: Keine Verkaufs- oder Stückzahl gefunden: keine der 3 eingesehenen Datapro-Ausgaben nennt eine, und auch IBM nicht. Eine eigene Seite zum 5100 führt IBMs Archiv nicht mehr. Dass der 5100 System/370 im Mikroprogramm nachgebildet habe, ist nicht belegt - die Wartungsunterlage nennt im Festwertspeicher Übersetzungstabellen, Diagnosen und die Interpreter; der Verweis auf System/370 betrifft nur den Sprachumfang von BASIC.

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