1977 · Office Word Processing System · Werk 1194 von 1.871
The typing room of an insurance office in Hartford on a rainy spring morning, grey daylight through rain-streaked windows, on a long desk an office system all in light beige, in the middle a tall narrow tower with a dark disk drive window at its top and a small red control at its side, left and right two angular screen units with dark greenish screens glowing with soft blurred lines, before each a flat wide keyboard, every key blank, in front a flat printer with an upright paper holder of bent wire, every surface plain and unmarked, a typist's hand in a cream cuff laying a sheet face down on a stack.
Wofür es benutzt wurde
Das Werk zeigt eine Textverarbeitungsanlage mit Typenraddrucker in einem Schreibsaal. Wang Laboratories führte am 21. Juni 1976 die Anlagen WPS 10, 20 und 30 ein. Der Geschäftsbericht für das am 30. Juni 1976 endende Jahr beschreibt den Ablauf: Die Schreibkraft tippte auf eine Bildröhre, änderte den Text elektronisch, speicherte ihn auf Magnetplatte und druckte ihn erst danach. Eine Ausstattung bestand aus einem zentralen Rechner und einer Platte von 10 Megabyte für bis zu 14 angeschlossene Geräte. Entwurfsdrucker schafften 130 oder 200 Zeichen je Sekunde, Schönschreibdrucker 40 Zeichen je Sekunde; das sei, so das Unternehmen über sein eigenes Gerät, mehr als doppelt so schnell wie eine IBM-Selectric-Schreibmaschine. Rund 10 Prozent des Jahresumsatzes kamen aus der Textverarbeitung, etwa 40 Prozent der Anlagen im Feld waren gemietet.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht die Bildröhre allein, sondern die gemeinsame Nutzung: 1 Rechner und 1 Platte für bis zu 14 Geräte, also mehrere Schreibkräfte an einer Anlage, dazu ein Drucker, der Schriftqualität maschinell lieferte. Der Geschäftsbericht wirbt damit, die neuen Anlagen seien für die Bedienung deutlich einfacher zu erlernen als die bisherigen. Der Widerhaken liegt eine Firmengeschichte später: Wang lebte von diesem Geschäft und wäre daran fast zugrunde gegangen. Nach dem Bericht von UPI hatte das Unternehmen um 1988 fast 3 Milliarden Dollar Jahresumsatz und 32.000 Beschäftigte; am 18. August 1992 beantragte es Gläubigerschutz nach Chapter 11, und als es im September 1993 daraus hervorging, waren es 6.000 Beschäftigte. Der Markt war von eigenen Systemen auf Personalrechner umgestiegen.
Was die Quellen offenlassen: Das Werkblatt nennt keinen Hersteller; der Text beschreibt die Wang-Anlage WPS, die zu Jahr und Technik passt. Ob sie der erste bildschirmgestützte Textautomat war, geben die benutzten Quellen nicht her, deshalb steht hier keine solche Behauptung. Stückzahlen und Preise der WPS nennt der Geschäftsbericht nicht.