The Glass Spindle

1878 · Carbon Rod Incandescent Lamp · Werk 1203 von 1.871

A private laboratory in a house near Newcastle on a winter evening, a paraffin lamp on a back shelf, on a scrubbed table an early incandescent lamp fifteen centimetres high, a spindle-shaped glass bulb tapering to points at both ends, inside it an upright carbon rod glowing deep orange, a curved glass stem at its lower side, the bulb hanging from a flat S-curved brass strip rising from a small wooden block, two knurled brass terminals on a mahogany board with a bevelled edge, behind it the glass tubes of a vacuum pump, at the lower right edge only two hands in dark wool sleeves bending a fine thread.

Wofür es benutzt wurde
Joseph Swan ließ in Newcastle einen dünnen Kohlestab in einem leer gepumpten Glaskolben glühen: ein Versuchsaufbau, keine verkäufliche Lampe. Nach dem Nachruf der Royal Society hatte Swan schon zwischen 1846 und 1859 verkohltes Papier erprobt und 1860 einen Kohlebogen in einem mechanisch leer gepumpten Gefäß zum Glühen gebracht; weil Batteriestrom zu teuer war, ließ er die Versuche ruhen und nahm sie 1877 mit den höheren Vakua von Charles Stearn wieder auf. Im Dezember 1878 zeigte er der Newcastle Chemical Society eine Kohle-Glühlampe, am 3. Februar 1879 führte er eine solche Lampe in einem Vortrag vor der Literary and Philosophical Society in Newcastle brennend vor.
Was daran neu war
Neu war nicht die Anordnung: Glaskolben, Platinzuführungen und glühender Kohlekörper hatte Swan nach eigener Darstellung schon im Dezember 1878 beisammen, vor Edisons Lampe vom Oktober 1879. Neu war, dass der Kolben leer genug war, um den Stab überhaupt glühen zu lassen. Der Widerhaken steckt im Stab: ein Kohlestäbchen von etwa einem Millimeter Dicke, das mehr Strom zog als nötig, beim Glühen eingeschlossene Luft abgab und das Glas mit Kohlenstaub beschlug; bei der Lampe vom Dezember 1878 schmolzen nach etwa einer Minute die Platinfassungen. Swan selbst sagte nach dem Zeugnis seines Freundes Barnard Proctor wenige Tage nach seinem Vortrag vom Februar 1879, die Lampe werde auf Dauer nicht genügen. 1883 taten sich Edison und Swan zusammen; daraus wurde die Edison & Swan United Electric Light Company.

Was die Quellen offenlassen: Die Smithsonian-Seite war beim Prüfen gesperrt; der Text stützt sich auf Swans eigenen Bericht vor der Newcastle Chemical Society (Chemical News 1880), den Nachruf der Royal Society (1920) und die Zeugenaussage Barnard Proctors im Patentprozess von 1888. Die Dezember-Sitzung datiert der Nachruf auf den 18., Proctor auf den 19. Dezember 1878. Dass der Stab aus einer Bogenlampenkohle geschnitten war, ließ sich nicht belegen.

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