The Red-Black Columns

1884 · Early Series Transformer · Werk 1207 von 1.871

An exhibition hall in Turin on a summer evening, warm light from incandescent lamps on a brass chandelier, bare cream-painted walls, on a dark wooden platform three upright columns forty-six centimetres high, each between two brown wooden end plates with bevelled corners joined by four bright steel rods with hexagon nuts, between the plates a cylinder of hundreds of wedge-shaped copper tabs in spiral rows lacquered alternately red and black, at the front a round brass ring around a central opening, four brass terminals, a small plain brass plate, red cotton-covered wires on top, a hand in a dark sleeve drawing a nickel-plated knob and its iron core out of one column.

Wofür es benutzt wurde
Die drei Säulen sind „secondary generators“ von Lucien Gaulard und John Dixon Gibbs, gezeigt auf der Elektrizitätsausstellung in Turin 1884. Ihre Primärwicklungen lagen in Reihe in einem geschlossenen Kreis, das Übersetzungsverhältnis war 1:1, der Eisenkern offen; die Spannung am Verbraucher stellte man ein, indem man den Kern weiter in die Spule schob oder herauszog - die Hand am vernickelten Knopf im Bild tut genau das. Nach einem von Grace's Guide zitierten Bericht der Pariser Akademie speiste in Turin eine Siemens-Dynamo von 30 PS einen Stromkreis von 24 Meilen zwischen Ausstellung, Lanzo und Zwischenstationen.
Was daran neu war
Kennzeichnend war, dass die Übertragungsspannung nicht mehr von den Lampen bestimmt wurde: der Primärkreis durfte hochgespannt bleiben, die Verbraucher hingen hinter den Säulen. Der Preis stand in der Reihenschaltung. Ottó Bláthy sah nach der Festschrift der Ganz-Werke in Periodica Polytechnica genau hier die Schwäche: die Spannung beim Verbraucher schwankte je nach Last in weiten Grenzen, der offene Kern verlangte hohen Magnetisierungsstrom. Die Ganz-Werke meldeten am 2. Januar und 3. März 1885 Parallelschaltung und frei gewähltes Übersetzungsverhältnis an, am 18. Februar und 6. März 1885 den geschlossenen Kern. Das Patent von Gaulard und Gibbs von 1882 ließ Ferranti nach Grace's Guide 1888 wegen Unbrauchbarkeit aufheben.

Was die Quellen offenlassen: Die Spannung der Turiner Leitung nennen die geprüften Quellen nicht; Grace's Guide gibt nur 24 Meilen und 30 PS nach einem Akademiebericht und erwähnt keinen Preis für die Vorführung. Die Ganz-Festschrift ist Partei: sie schreibt die Parallelschaltung Zipernowsky zu und beurteilt Gaulards System aus Bláthys Sicht.

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