1900 · Prepayment Electricity Meter · Werk 1213 von 1.871
The narrow front hall of a terraced house in Rochdale on a winter evening, a single carbon filament lamp on a twisted flex glowing weak orange, beside the front door on a wooden board an upright meter case thirty-six centimetres tall in glossy black lacquer with rounded corners, its front smooth and plain, near the top a round cream dial behind glass with a blank face and plain marks around its rim, below it a deep rectangular recess, a hand in a coarse wool sleeve laying a worn dark copper penny into the recess, beneath on a narrow bench a tin box of pennies, worn red and black quarry tiles.
Wofür es benutzt wurde
Der schwarze Kasten neben der Haustür ist ein Vorauszahlungszähler: er lässt nur die bezahlte Menge Strom durch und trennt den Anschluss, wenn sie verbraucht ist; eine eingeworfene Münze setzt ihn wieder in Gang. Die Patentschrift US 667.070 von Frank P. Cox für die General Electric Company, eingereicht am 12. Oktober 1899 und erteilt am 29. Januar 1901, beschreibt die elektrolytische Bauart: der Elektrolyt wird durch den Verbrauch zersetzt, sein Spiegel sinkt, und unter einer Hilfselektrode fällt ein Schalter ab; Münze und Hebel kippen aus einem Vorratsgefäß frischen Elektrolyten nach. Das Science Museum führt einen britischen elektrolytischen Vorauszahlungszähler von 1906 für 200 Volt und 2 Ampere Gleichstrom.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Umkehr des Geschäfts: nicht die Gesellschaft stellte eine Rechnung, sondern das Gerät an der Wand ließ nur durch, was vorher bezahlt war. Der Widerhaken steckt im Mechanismus selbst: der Zähler kennt keine Mahnung und keine Frist. Ist die bezahlte Menge verbraucht, trennt er. Cox' Patentschrift von 1901 beschreibt genau das als Zweck - die Maschine solle die zugelassene Menge elektrischer Energie regeln. Wie lange mechanische Vorauszahlungszähler gebaut wurden, zeigt ihr Ende: der Branchenvortrag von Tesco Metering nennt den Sangamo Type HFP von 1934 als letzten mechanischen Vorauszahlungszähler und gibt Betrug und sinkende Strompreise als Gründe an, dass die Vorauszahlung aus der Mode kam.
Was die Quellen offenlassen: Zu Rochdale und zum Jahr 1900 ist nichts belegt: Grace's Guide datiert das städtische Kraftwerk auf 1901 und erwähnt keine Münzzähler. Die geprüfte Patentschrift ist amerikanisch und nennt als Beispiel ein 25-Cent-Stück, keinen Penny. Zur Zahl der Münzzähler in Großbritannien um 1900 wurde keine Quelle gefunden.