The Drowned Arches

1909 · Hydroelectric Power Station · Werk 1214 von 1.871

The roofless ruin of a red brick power station hall standing on pale rounded boulders in a reservoir in southern Japan on a humid late August afternoon, the water drawn far down, two storeys of tall round-arched openings in long rows, the brick laid in English bond, at each end a stepped gable with a round window, a taller head block at the left, along the walls a dark band of the high-water line and dried grey-green algae, every brick plain and unmarked, through the open arches the green of the far bank, the whole arcade mirrored in the still green water, a steep slope of dense forest behind in soft haze.

Wofür es benutzt wurde
Der Backsteinbau im Stausee ist das Hauptgebäude des alten Kraftwerks Sogi in Okuchi, heute Isa, Präfektur Kagoshima. Das Kyushu-Büro des japanischen Bau- und Verkehrsministeriums nennt es 1909 errichtet, als zweites Kraftwerk der Sogi Denki, die Noguchi Shitagau (1873-1944) gegründet hatte; es nutzte das Gefälle der Sogi-Wasserfälle und lieferte Strom für die Goldgrube Ushio-Okuchi. Die Denkmalakte der japanischen Kulturbehörde gibt 652 m² Grundfläche, englischen Verband im Sichtmauerwerk und dicht gesetzte Stichbogenöffnungen an und nennt den Bau einen der frühesten großen Ziegelbauten im Süden Kyushus; eingetragen wurde er am 2. März 2006.
Was daran neu war
Folgenreich war, wohin der Strom ging: das Minamata-Archiv der Universität Kumamoto Gakuen führt die Station als Lieferantin für Shin-Nihon Chisso Hiryo in Minamata, und das Verkehrsministerium nennt Noguchi auch als Gründer der späteren Chisso und Asahi Kasei - gebaut für eine Goldgrube, lieferte das Kraftwerk Strom nach Minamata. Der Widerhaken ist die Lage: 1966 ging die Station mit dem Tsuruta-Damm unter Wasser; sie liegt etwa 9 km oberhalb der Sperre und ist nur zu sehen, wenn der Stausee abgesenkt ist, nach dem Ministerium vom Frühsommer bis in den Herbst.

Was die Quellen offenlassen: Eine Leistungsangabe in kW nennt keine der geprüften Quellen. Eine Neuerung am Gebäude selbst weist keine nach. Das Ministerium nennt als Bauzweck die Versorgung der Goldgrube Ushio-Okuchi, das Minamata-Archiv die Belieferung von Shin-Nihon Chisso Hiryo; das widerspricht sich nicht, seit wann geliefert wurde, sagt keine Quelle. Die Denkmalakte nennt keinen Abnehmer. Die englische MLIT-Seite datiert die Flutung auf 1965, die japanische auf 1966.

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