The Spoked Shield

1910 · Three-Phase Induction Motor · Werk 1216 von 1.871

The repair workshop of a copper mine in Japan on a cold grey spring morning, on a wooden workbench an induction motor forty-five centimetres high in glossy dark brown cast iron, at its front a large end shield with four broad spokes, a bright shaft from the hub, a second spoked ring at the rear, between them the laminated stack and copper winding, hexagon nuts at the rims, four thin twisted wires to a wooden terminal board, every surface plain and unmarked, a rolled blank drawing under a hammer, through a dusty window a bare grey-brown hillside and a smoking chimney, a hand in a coarse cotton sleeve on the shaft.

Wofür es benutzt wurde
Der Motor entstand 1910 in der Reparaturwerkstatt des Kupferbergwerks Hitachi der Kuhara Kōgyō in der Präfektur Ibaraki. Die Werkstatt hielt die eingeführten Elektromaschinen der Grube in Gang; Namihei Odaira, Abteilungsleiter der Konstruktionsabteilung, ließ dort einen Drehstrom-Asynchronmotor von 5 PS bauen, das Konstruktionsblatt stammte von Naosaburo Takao. Hitachi nennt ihn sein erstes Produkt; 4 Exemplare aus der Gründungszeit sind erhalten, eines trägt das Schild "Serial No. 1". Das Bergwerk, das die Werkstatt bezahlte, beschädigte zugleich das Land um sich: Die japanische Behörde ERCA verzeichnet für 1907 Rauchschäden an Buchweizen in 3 Dörfern und an etwa 5.300 Bäumen auf 98 ha Forstfläche und 1908 einen Vergleich in 9 Artikeln.
Was daran neu war
Neu war nicht die Bauart. Michael von Dolivo-Dobrowolski meldete bei der AEG am 8. März 1889 ein Patent auf einen funktionsfähigen Drehstrom-Asynchronmotor an, und 1891 ging Drehstrom über 175 km von Lauffen nach Frankfurt. Kennzeichnend ist, was die Japanische Gesellschaft für Maschinenbau an ihrem Kulturerbe Nr. 31 festhält: Die Maschine wurde 1910 "by using solely domestic technologies" entworfen und gefertigt, in den frühesten Tagen des Elektromaschinenbaus in Japan. Erhalten ist nicht nur der Motor, sondern auch das Konstruktionsblatt - eine Werkstatt, die fremde Maschinen flickte, legte damit eigene Berechnungen vor.

Was die Quellen offenlassen: Wofür die Motoren im Betrieb liefen, sagt keine der Quellen; auch die gebaute Stückzahl nennt keine - Hitachi spricht nur von 4 erhaltenen Exemplaren. Hitachi nennt ihn den ältesten erhaltenen Motor seiner Art, der von Japanern entworfen und gebaut wurde; die JSME sagt das nicht, sie nennt ihn ein "memorial product" aus den frühesten Tagen des Elektromaschinenbaus in Japan.

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