The Lattice in the Rye

1912 · 110 kV Transmission Line · Werk 1217 von 1.871

A new high-voltage line crossing flat farmland in Brandenburg on a windy April noon, in the foreground a slender steel lattice mast painted grey-green on a concrete footing, at its top two crossarms projecting to one side and a curved peak bracket, from the crossarms long strings of porcelain bell insulators, stranded copper conductors gleaming as they curve away to a row of masts across the fields, young green rye, cloud shadows on the land, on the horizon the smoking chimneys of a brown coal works, a lineman in a dark jacket seen from directly behind at the mast foot, face turned fully away, his hand on an angle iron.

Wofür es benutzt wurde
Die Freileitung verband das Braunkohlenrevier Lauchhammer über Gröditz mit Riesa und führte den Strom über 53 km zu den Eisenwerken in Gröditz und Riesa; von Riesa aus wurde auch das Landesnetz Gröba versorgt. Die Anlage entstand nach Angaben von KuLaDig von 1910 bis 1912, der Probebetrieb begann am 1. Januar 1912. Betriebsspannung war 110 kV. Das Ende steht gegen den Anfang: Nach 1964 lief die Leitung nur noch mit 6 kV weiter, bis Oktober 1995, und wurde 1996 vollständig abgebaut - Masten, die für die damals höchste Spannung Europas gebaut waren, trugen am Schluss rund ein Achtzehntel davon.
Was daran neu war
Die Stadt Lauchhammer nennt 1912 die "Inbetriebnahme der ersten 110-KV-Hochspannungsleitung in Europa von Lauchhammer nach Gröditz und Riesa". Was die Leitung konnte, war weniger eine Erfindung als ein Maßstab: Strom aus Lauchhammer über 53 km zu Eisenwerken zu schaffen, bei 110 kV. Die Daten sind verschiedener Sorte: Errichtung 1910 bis 1912, Beginn des Probebetriebs am 1. Januar 1912.

Was die Quellen offenlassen: Den Vorrang "erste in Europa" erheben die Stadt Lauchhammer und KuLaDig (Erfassung des Brandenburger Denkmalamts BLDAM); eine technikhistorische Fachquelle dafür wurde nicht geöffnet. Die Historie-Datei des Netzbetreibers 50Hertz war für den Abruf gesperrt. Bauherr, Leiterquerschnitt und Mastzahl nennt keine der geöffneten Quellen.

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