The Glass Dome

1927 · Power Station Switch Room · Werk 1222 von 1.871

The switch room of a lignite power station in Lusatia on a grey spring morning, soft daylight through a skylight dome onto terracotta floor tiles, along the walls dark green panels with square instruments and beige stone-coloured generator panels with large round brass instruments, every dial a blank face with plain marks, every panel plain and unmarked, above them on the cream wall a painted black diagram of thin lines and small circles, in front a long black control desk with a cream top, toggle switches, indicator lamps and handwheels, two black enamel pendant lamps, a switchman in a grey work coat seen from directly behind with his hand on a toggle.

Wofür es benutzt wurde
Das Kraftwerk Plessa im Lausitzer Braunkohlenrevier nahm im April 1927 den Betrieb auf, nach dem VDE mit 3 Kesseln und einer Turbine von 8.000 kW. Bauherr war der Elektrizitätsverband Gröba, der seinen wachsenden Bedarf nach Angabe von KuLaDig bis dahin als Fremdstrom über eine eigens errichtete 110-kV-Leitung bezog; ausgeführt haben es die Siemens-Schuckertwerke, Auftrag von Mai 1926. Gedacht war es als Spitzenlast- und Reservekraftwerk, gebaut neben der Braunkohlengrube Agnes und der Brikettfabrik, auf etwa 6 ha. Zum ersten Bauabschnitt gehörten laut KuLaDig neben Maschinen- und Kesselhaus auch der Verwaltungsflügel, die Schaltanlage, Kühlturm I und Schornstein I. Die Schaltwarte ist der Raum, von dem aus die Anlage geschaltet und überwacht wurde. Bis 1942 wuchs das Werk auf 54 MW.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht ein Verfahren, sondern die Auslegung auf Wachstum: KuLaDig schreibt, die Anlage sei auf das Fünffache ihrer ersten Größe erweiterbar geplant, aber nie voll ausgebaut worden. Der VDE nennt die zweigehäusige Zoelly-Turbine von 8.000 kW, 1926 von der WUMAG Görlitz gebaut, eines der letzten erhaltenen Exemplare dieser Bauart in Deutschland. Der Widerhaken liegt im Erhalt selbst: das Werk kam am 22. Juli 1985 unter Denkmalschutz, während es noch Strom lieferte. Mitte April 1992 wurde der letzte Turbosatz abgeschaltet, eine Umstellung auf Erdgas wegen der Kosten verworfen; der Abriss wurde erst 1998 durch die Aufnahme in die Projektliste der IBA Fürst-Pückler-Land abgewendet.

Was die Quellen offenlassen: Welche Lausitzer Anlage gemeint ist, sagt die Werkseite nicht; beschrieben ist Plessa, das 1927 anlief und dessen Schaltwarte erhalten ist. Eine Glaskuppel belegen die gelesenen Quellen nicht. Den Architekten nennt der VDE nur mit Fragezeichen. Eine Beschreibung des Raums fehlt in beiden Quellen.

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