1933 · Art Deco Control Room · Werk 1223 von 1.871
The control room of a coal-fired power station in London on a winter evening, warm light from a gilded coffered ceiling with glass panels in a wave pattern, grey marble walls, a herringbone teak parquet floor, along the far wall a black upper band with pale painted lines and two round synchroscopes, below it pink-beige panels with dozens of round instruments, red and green lamps and black rotary knobs, every dial a blank face with plain marks, every small plate dark grey and blank, in front a semicircular beige control desk with a green top, a shift engineer in a dark suit seen from directly behind with one hand on a handle.
Wofür es benutzt wurde
Schaltwarte A des Kohlekraftwerks Battersea am Südufer der Themse in London. Die Betreiberin London Power Company begann 1928 zu bauen; nach Grace's Guide wurde der erste Bauabschnitt, Battersea A, im September 1933 in Betrieb genommen und erreichte rund 243 MW aus 3 Turbosätzen. Von diesem Raum aus wurde die Verteilung des Stroms aus den Turbinen des Werks geregelt; die Gesellschaft, die das Areal heute betreibt, schreibt, er habe ab 1933 auch Buckingham Palace und die Houses of Parliament versorgt. Historic England beschreibt die Ausstattung: graue Marmorwände, Belgisch Schwarz um die Fenster, 8 kassettierte verglaste Deckenfelder in Stahlrahmen, ein L-förmiges Schaltpult und Möbel mit Walnussfurnier. Nach der Denkmalbegründung lieferte das Werk nach Fertigstellung fast ein Fünftel des Londoner Stroms.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, dass ein Schaltraum wie ein Repräsentationsraum ausgeführt wurde. Historic England nennt für die Innenräume J Theo Halliday und vermerkt, dass Giles Gilbert Scott 1929 als beratender Architekt für die Umgestaltung des Äußeren hinzukam. Technisch war die Rauchgaswäsche das Besondere: Grace's Guide bezeichnet Battersea als eine der weltweit ersten kommerziellen Anwendungen des Verfahrens, das die London Power Company 1925 im Versuch entwickelt hatte - im B-Werk wurde sie in den 1960er Jahren wieder eingestellt. Der Widerhaken: die Warte blieb bis 1975 in Betrieb und ist heute ein vermietbarer Veranstaltungsraum, 650 m² für 250 Gäste; an den Schaltpulten wurden fehlende Knöpfe im 3D-Druck ersetzt.
Was die Quellen offenlassen: Historic England gibt für die Warte kein eigenes Jahr und datiert Werk A auf 1929-35; die Betreibergesellschaft datiert den Raum auf 1929-1931, Grace's Guide die Inbetriebnahme auf September 1933. Das sind verschiedene Sorten von Daten, kein Widerspruch. Die Leistungsangaben der Turbosätze nennt Grace's Guide selbst als uneinheitlich.