The Hired Cooker

1934 · Hired Electric Cooker · Werk 1224 von 1.871

The back kitchen of a terraced house in Leicester on a grey March morning, cold daylight onto a red quarry-tiled floor, beside a cold black cast-iron coal range a tall narrow electric cooker of grey speckled enamel on four curved cast legs, on top one round and one rectangular cast-iron hotplate, below them a grill flap and an oven door with white enamel panels, a plain dark oval and a turned wooden knob, four small amber pilot lamps, at the right a white strip with three white knobs in plain green rings, every surface plain and unmarked, a woman's hand in a knitted sleeve turning one knob.

Wofür es benutzt wurde
Ein gemieteter Elektroherd in der rückwärtigen Küche eines Reihenhauses in Leicester. Der Elektriker Matt Pearson berichtete im Interview des East Midlands Oral History Archive über die 1930er Jahre, der Stromversorger habe begonnen, Elektroherde wochenweise zu vermieten; die Monteure zogen dafür eine Leitung vom Hausanschluss bis in die hintere Küche, unter Dielen und durch Wände, und diese Installation zahlten die Kunden gesondert. Für die Hausinstallation nannten Firmen nach seiner Erinnerung 1 Pfund je Lichtpunkt, also Lampe samt Schalter. Das London Museum schreibt zu einem Herd des Modells Magnet von General Electric, Hersteller hätten oft angeboten, Herde an Haushalte zu vermieten, die Strom hatten, aber keinen Kauf bezahlen konnten.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht der Herd, sondern wie er ins Haus kam: nicht gekauft, sondern wochenweise gemietet. Pearson erinnert Herde der Marke Revo mit 3 Kochplatten und recht großem Backofen und sagt, ein großer Teil seiner Kundschaft, wenn auch nicht die Mehrheit, sei aus der Arbeiterschaft gekommen, auch wohlhabendere Haushalte in Stoneygate hätten den Dienst genutzt und auf niedrigere Preise gedrungen. Der Widerhaken steckt in der Rechnung: die Miete kam wochenweise, die Leitung in die hintere Küche musste der Haushalt selbst bezahlen. Zum Kriegsbeginn waren nach dem Historical Journal drei Viertel der britischen Wohnungen verdrahtet.

Was die Quellen offenlassen: Dünn. Für Leicester fand sich nur die mündliche Erinnerung Pearsons (EMOHA81/3, aufgenommen 2002), keine Zahl des Versorgers, keine Mietgebühr und keine Stückzahl vermieteter Herde. Wer vermietete, sagen die Quellen verschieden: das London Museum nennt Hersteller, Pearson den Versorger. Ein Herd von 1934 ist nicht belegt.

Zum Weiterlesen