The Stacked Valve

1970 · Thyristor Valve for HVDC · Werk 1233 von 1.871

The windowless valve hall of a direct-current converter station on Gotland on an April night, cold even light from rows of fluorescent tubes under a concrete ceiling, at the centre a valve tower two metres sixty high, about sixteen flat rounded metal plates stacked horizontally, joined at the sides by leads, a curved tube bow on top, below a grey box-shaped base with four round instruments with blank faces and small green lamps, beside it a reactor coil of cream-yellow curved ribs with rust-brown bars and two black end rings on chocolate- brown porcelain insulators, every surface plain and unmarked, older red and green valves soft behind a yellow mesh fence.

Wofür es benutzt wurde
Ein Ventil der Gleichstromübertragung Gotland. Die Verbindung ging 1954 mit 20 MW, 200 A und 100 kV in Betrieb, mit Quecksilberdampfventilen. Im Frühjahr 1967 ersetzte ASEA eines dieser Ventile durch ein Thyristorventil; nach einem Jahr Probebetrieb bestellte die schwedische staatliche Kraftwerksverwaltung für jede Stromrichterstation eine komplette Thyristorventilgruppe und erhöhte die Übertragungsleistung um 50 Prozent. Die neuen Gruppen wurden in Reihe zu den beiden vorhandenen Quecksilberdampfgruppen geschaltet. Das Seekabel hatte bei 100 kV störungsfrei gelaufen; Versuche zeigten, dass es 150 kV tragen konnte. Im Frühjahr 1970 ging die Anlage mit 150 kV statt 100 kV in Betrieb (ABB Review).
Was daran neu war
Nicht "das erste Thyristorventil". ABB bezeichnet den Einzeltausch von 1967 als das erste Mal, dass ein Ventil dieser Art in der Gleichstromübertragung in den kommerziellen Betrieb ging; für 1970 beansprucht ABB keinen Rekord für den Ventiltyp, sondern nennt die neue Auslegung "another world first for the Gotland transmission link". Das Kabel lief danach bei einer Feldstärke von 28 kV/mm, die ABB bis heute als weltweiten Maßstab für große Gleichstromkabel bezeichnet. Der Widerhaken liegt in der Schaltung: Das Neue kam nicht an die Stelle des Alten, sondern in Reihe dazu. Die Thyristorgruppen arbeiteten zusammen mit 2 weiterhin laufenden Quecksilberdampfgruppen, und die 150 kV waren die für die höhere Leistung nötige Spannung; erst Versuche zeigten, dass das 1954 gelegte Kabel sie trug.

Was die Quellen offenlassen: Beide benutzten Darstellungen sind von ABB, dem Rechtsnachfolger des Erbauers ASEA, und stimmen überein; sie sind damit eine Herstellerquelle, keine zwei unabhängigen. Die Leistung in MW nach dem Umbau von 1970 nennt keine der beiden Darstellungen; nur die Erhöhung um 50 Prozent gegenüber 20 MW ist angegeben. Die Zahl der Thyristoren je Ventil wird nicht genannt.

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