A grassy hill near Berlin on a windy spring afternoon, white clouds and bright side light, resting on the slope a hang glider six metres seventy wide, a broad wing of faintly translucent cream cotton over many thin brown willow ribs spreading from the centre, the trailing edge cut in shallow curves between the ribs, a round wooden ring at the centre, thin bracing wires to a short mast above it, a cruciform tail of two cream fabric surfaces on wooden battens, a man in a white knitted sweater and grey knee breeches seen from directly behind, face turned fully away, lifting the glider by its ring.
Wofür es benutzt wurde
Otto Lilienthal baute den Normal-Segelapparat in seiner Berliner Werkstatt und verkaufte ihn für jeweils 500 Mark. Das Deutsche Museum nennt mindestens 9 verkaufte Exemplare und 9 namentlich bekannte Käufer, von März 1894 bis Juni 1896: Charles E. L. Brown, Heinrich Seiler, Charles de Lambert, den Flieger-Verein Karlsbad, Alois Wolfmüller, T. K. Bennett, George Francis Fitzgerald, William Randolph Hearst und Nikolai Jegorowitsch Schukowski. Interessenten meldeten sich aus Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, England, der Schweiz und den USA. Der Apparat: Spannweite 6,7 m, Flügelfläche etwa 13 m², Rippen aus Weidenruten, Bespannung aus Baumwollstoff, geklebt und genagelt, Gestellkreuz und Gestellring, in dem der Pilot positioniert war, Schwanz aus einer Bambusstange mit Seitenflosse und beweglicher Höhenfläche.
Was daran neu war
Das Deutsche Museum nennt den Apparat das erste Serienflugzeug der Geschichte. Die Neuheit liegt also nicht im Gleitflug, den Lilienthal schon vorher betrieb, sondern im Bau in Serie und im Verkauf an Fremde: ein Fluggerät als Ware mit einem Preis, 500 Mark das Stück, Produktion von 1894 bis 1896, 9 namentlich bekannte Käufer, darunter der Flieger-Verein Karlsbad. Dazu kommen Schutzrechte auf die Bauart: deutsches Patent 77916, Zusatz 84417 und US-Patent 544816. Der Widerhaken: Die Serie endete mit dem Hersteller. Lilienthal stürzte am 9. August 1896 ab und starb am folgenden Tag; der letzte bekannte Verkauf lag 2 Monate davor.
Was die Quellen offenlassen: Grundlage ist die Objekt- und Ausstellungsdarstellung des Deutschen Museums, das ein Original in Fragmenten besitzt. Der Satz vom ersten Serienflugzeug ist die Aussage des Museums selbst, ohne dort angegebene Gegenprüfung. Die Patentnummern nennt das Museum mit Daten, ohne die Datumsart zu bezeichnen; deshalb stehen hier nur die Nummern.