The Starting Rail

1903 · Powered Pusher Biplane · Werk 1242 von 1.871

A sand beach below dunes on a winter morning, grey sky and wind, on a wooden starting rail a biplane, two cream-white muslin wings one above the other, thin honey-coloured wooden struts and crossed wires, a double elevator on booms at the front, a double rudder at the rear, a black engine on the lower wing, two chains to two wooden propellers spinning behind the wings, lying flat on his stomach on top of the lower wing in the centre beside the engine, a man in a dark suit, his head toward the front, his back and the soles of his shoes toward the camera, a plain wooden shed beyond.

Wofür es benutzt wurde
Am Morgen des 17. Dezember 1903 startete das Flugzeug der Brüder Wright bei Kitty Hawk von einer 60 Fuß langen Einschienenbahn. Weicher Sand verbot einen Start auf Rädern; deshalb lagen die Kufen des Flugzeugs auf einem kleinen Wagen, der auf der Schiene lief, bis genug Geschwindigkeit erreicht war, dann hob die Maschine ab (National Park Service). An diesem Tag gab es 4 Flüge: 12 Sekunden über 120 Fuß, 12 Sekunden über 175 Fuß, 15 Sekunden über 200 Fuß und 59 Sekunden über 852 Fuß. Die Maschine: Spannweite 12,3 m, Länge 6,4 m, Leergewicht 274 kg, ein Vierzylindermotor der Wrights mit 12 PS, 2 über Ketten getriebene Druckpropeller, Gerüst aus Holz mit Musselinbespannung, Kufen statt Räder (Smithsonian NASM).
Was daran neu war
Das NASM führt die Maschine als erstes erfolgreiches Motorflugzeug mit einem Piloten an Bord. Als originellsten Teil des Antriebs nennt das Museum nicht den Motor, sondern die Propeller: Die Wrights entwarfen sie als rotierende Flügel, die Schub aerodynamisch erzeugen. Das Museum schreibt den Brüdern außerdem zu, beim Einsatz von Windkanal- und Flugversuchen als Entwurfswerkzeug Pionierarbeit geleistet zu haben. Der Widerhaken: Die Maschine, die das Motorfliegen belegte, flog an genau 1 Tag. Nach dem vierten Flug warf eine Windbö sie um, sie wurde schwer beschädigt und nie wieder geflogen. Verpackt nach Dayton zurückgeschickt, stand sie dort über ein Jahrzehnt unberührt; 1913 lag sie bei einer Überschwemmung 11 Tage in Wasser und Schlamm. Erst 1916 setzte Orville Wright sie für eine Ausstellung wieder zusammen.

Was die Quellen offenlassen: Zeiten und Weiten der 4 Flüge stammen von der Tafel des National Park Service, die Angaben zur Maschine und zur Nachgeschichte vom Smithsonian NASM. Die beiden Quellen widersprechen sich nicht, zählen aber Verschiedenes: Das NASM nennt nur den ersten und den vierten Flug mit Zahlen und die mittleren beiden mit etwa 200 Fuß. Namentlich nennt das NASM den Piloten nur für den ersten und den vierten Flug; sonst schreibt es, die Brüder hätten sich abgewechselt.

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