1931 · Controllable-Pitch Propeller · Werk 1248 von 1.871
An airfield on the American east coast on an autumn afternoon, low golden sun from the side, the nose of a wooden monoplane painted red and white seen obliquely from the front, its fuselage plain and unmarked, its round engine cowling smooth, on the shaft a still two-blade metal propeller two metres seventy-four across, two long narrow matt silver aluminium blades with rounded tips and fine scratches, at the centre a compact polished steel hub with flange rings, bolt heads and a small cylindrical cap pointing forward, a woman pilot's gloved hand in a brown leather jacket sleeve resting at one blade root, a hangar soft in the distance.
Wofür es benutzt wurde
Ein zweiflügeliger Verstellpropeller mit 2 Stellungen von Hamilton Standard, datiert 1931: Durchmesser 274,3 cm, Blatttiefe 20,3 cm, Gewicht 58,5 kg, Aluminium, Stahl und Messing, für einen Pratt & Whitney Wasp R-1340C mit 500 PS. Er lief auf einer Lockheed Vega, die der Crosley Radio Corporation gehörte und die Ruth Nichols flog. Die Bedienung: Beim Start wählte der Pilot die kleinere Steigung, damit das Blatt schneller drehte und die volle Leistung gab; im Flug die größere Steigung, damit es langsamer drehte und Treibstoff sparte. Das Smithsonian NASM, das das Stück als A19400027000 führt, vergleicht das mit dem Gangwechsel am Fahrrad. Nichols, Clarence Chamberlin und Pester's Propeller Service Inc. schenkten es dem Museum.
Was daran neu war
Nicht der erste Verstellpropeller: Das NASM nennt dieses Stück "one of the first produced by Hamilton Standard". Neu gegenüber den am Boden verstellbaren Propellern war, dass der Pilot die Steigung im Flug umschalten konnte. Nach dem NASM belegten Nichols' Flüge die Wirksamkeit des Propellers: Im Oktober 1931 flog sie den Streckenrekord über 1.977 Meilen von Oakland nach Louisville, und 1931/32 hielt sie als einzige Frau gleichzeitig die internationalen Frauenrekorde für Geschwindigkeit, Höhe und Strecke. Der Widerhaken: Die Maschine, an der die Industrie ihre Neuerung belegt bekam, gehörte nicht ihr und nicht der Pilotin, sondern einem Radiokonzern. Die Zahlen für den Linienbetrieb kamen 2 Jahre später: Für ein Schwesterstück von etwa 1933 nennt das NASM ab Juni 1933 an der Boeing 247 22 Prozent mehr Steigrate, 20 Prozent kürzere Startstrecke, 5,5 Prozent mehr Reisegeschwindigkeit. Caldwell und Hamilton Standard erhielten dafür die Collier Trophy 1933.
Was die Quellen offenlassen: 2 Objektbeschreibungen des NASM, zu 2 verschiedenen Propellern: das Stück von Ruth Nichols, datiert 1931, und ein Stück von etwa 1933 von der Boeing 247. Die Leistungszahlen gehören nur zum zweiten. Eine Fachzeitschrift nennt ohne Datum, dass bis 1930 erste Flugzeuge mit dem Verstellpropeller von Hamilton Standard flogen; einen Beleg für 1931 im Linienbetrieb gibt es nicht.