The Bent Rudder Arm

1937 · Riveted Duralumin Airship Frame · Werk 1249 von 1.871

A sandy landing field in New Jersey on an overcast day in May, soft grey light and wet scrub grass, in the foreground on two wooden trestles a long box-shaped lattice girder of riveted duralumin two metres long, its dull grey metal stained and darkened, dense rows of rivets, triangular cut-outs and flat gusset plates along its sides, both ends bent and torn open, one crumpled sheet of metal standing out at an angle, far behind it soft in the haze the tall dark tangle of a fallen airship framework, two investigators in dark raincoats and hats seen from directly behind, faces turned fully away, one pointing at the torn end.

Wofür es benutzt wurde
Das Gerüst der LZ 129 „Hindenburg“ trug Hülle, Gaszellen, Motorgondeln und Fahrgasträume. Es bestand aus dreieckigen Duraluminium-Trägern: 15 Hauptringe, verbunden durch 36 Längsträger, dazu ein dreieckiger Kiel und ein Mittelgang. Darin lagen 16 Gaszellen aus Gelatinefilm zwischen zwei Lagen Baumwolle. Am 6. Mai 1937 um 18:25 Uhr Ostküsten-Normalzeit (EST) verbrannte das Schiff bei der Landung in Lakehurst, New Jersey; der amtliche Bericht des US-Handelsministeriums schätzt 32 Sekunden zwischen dem ersten Aufflackern und dem Aufschlag des Rumpfes. Von 97 Menschen an Bord starben 35, dazu 1 Mann der Bodenmannschaft.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht ein neues Bauprinzip - Zeppeline hatten seit Jahrzehnten Duraluminium-Ringgerüste -, sondern die Größe: 200.000 m³ Traggas, nach Angaben von airships.net etwa das Doppelte des „Graf Zeppelin“. Entworfen war das Schiff für Helium. Der US-amerikanische Helium Control Act von 1927 untersagte die Ausfuhr, und es flog mit Wasserstoff. Mit dem Helium entfielen auch die Vorkehrungen, die dafür vorgesehen waren: innere Wasserstoffzellen in 14 der 16 Zellen und eine Anlage, die Wasser aus den Motorabgasen zurückgewann. Die Konstruktion blieb die eines Heliumschiffs, die Füllung war brennbar.

Was die Quellen offenlassen: Die Länge wird unterschiedlich angegeben: der Airship Heritage Trust nennt 248 m, verbreitet sind auch 245 m - sie steht deshalb nicht im Text. Derselbe Trust nennt 4.400 PS je Motor, airships.net für denselben DB 602 höchstens 1.320 PS; Motorangaben bleiben deshalb weg. Der Wortlaut des amtlichen Berichts von 1937 lag nur in der Wiedergabe auf airships.net vor.

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