1939 · Single-Rotor Helicopter · Werk 1251 von 1.871
A grass field beside factory sheds in Connecticut on a grey autumn afternoon, an experimental helicopter hovering twenty centimetres above the grass, an open framework of thin welded silver-grey steel tubes, an open seat at the front with a small upright engine and drive belts behind it, on a tubular mast with rods and taut wires a three-bladed rotor eight and a half metres across, its long narrow pale blades blurred in motion, a thin lattice boom to a small tail rotor, two black wheels on struts, four ropes from the frame to iron stakes, the pilot in a felt hat seen from directly behind, workers in overalls holding the ropes.
Wofür es benutzt wurde
Versuchsgerät von Vought-Sikorsky, mit dem Igor Sikorsky die Steuerung eines Hubschraubers mit nur einem Hauptrotor erprobte. Der erste gefesselte Flug fand am 14. September 1939 statt, Sikorsky am Steuer, rund 10 Sekunden lang und nur wenige Zoll hoch, gehalten von 4 Seilen an einer schweren Platte. Die erste Ausführung hatte einen Hauptrotor von 28 Fuß, einen einblättrigen Heckrotor und einen Lycoming-Motor mit 75 PS. Nach den Flugtagen wurde über Nacht umgebaut; in 4 Ausführungen kam das Gerät auf 100 Stunden und 35 Minuten Flugzeit. Es steht heute im Henry Ford Museum in Dearborn.
Was daran neu war
Es war nicht der erste Hubschrauber: Den Dauerrekord der Focke-Wulf Fw 61 brach die VS-300 erst am 6. Mai 1941 mit 1 Stunde, 32 Minuten und 26,1 Sekunden. Erprobt wurde hier die Anordnung aus einem Hauptrotor und einem Heckrotor gegen das Drehmoment. Der Weg dahin war ein Umweg: Die erste Ausführung ließ sich nicht vorwärts fliegen, und am 9. Dezember 1939 zerstörte eine Böe die Maschine weitgehend. Sikorsky nahm darauf die zyklische Blattverstellung heraus und steuerte zeitweise mit bis zu 3 Heckrotoren. Erst die vierte Ausführung kehrte zu vollem Zyklikrotor und einem einzigen vertikalen Heckrotor zurück - zu dem, womit er angefangen hatte.
Was die Quellen offenlassen: Die Angaben stammen aus dem Archiv des Herstellers (Igor I. Sikorsky Historical Archives). Eine unabhängige zweite Quelle für die Umbaufolge und die Flugzeiten wurde nicht gefunden; Hersteller und heutigen Ausstellungsort bestätigt The Henry Ford.