The Ramp in the Wood

1944 · Pulse-Jet Pilotless Aircraft · Werk 1254 von 1.871

A small wood in northern France at dawn in early summer, white mist between young oak trees, at the foot of a long inclined launch ramp of steel sections on concrete blocks a small pilotless aircraft resting on a low carriage, a cigar-shaped body in plain unmarked grey-green paint, darker on top, a short straight matt olive wing, above the tail on a slim strut a thick open tube with a grille across its front end, the body plain and unmarked from nose to tail, a canvas cover folded on the wet grass, a technician in a grey work jacket seen from directly behind with a spanner at the carriage.

Wofür es benutzt wurde
Unbemannte Flugbombe mit Pulsstrahltriebwerk, gestartet von einer geneigten Rampe von etwa 46 m Länge und 4,9 m Höhe. Ein mit Wasserstoffperoxid betriebener Kolben beschleunigte den Körper; das Triebwerk arbeitete ab etwa 320 km/h. Reichweite etwa 240 km, Geschwindigkeit bis etwa 640 km/h, Flughöhe meist 600 bis 900 m, der Flug dauerte rund eine halbe Stunde. Die erste fiel am 13. Juni 1944 auf Swanscombe in Kent. Gegen Großbritannien wurden 8.892 Stück vom Boden und etwa 1.600 aus der Luft abgefeuert, gegen Antwerpen etwa 8.696, gegen Lüttich 3.141, gegen Brüssel 151. Die anfälligen „Ski-Stellungen“ in Nordfrankreich wurden später durch bewegliche, leichter zu tarnende Rampen ersetzt.
Was daran neu war
Kennzeichnend war eine Waffe ohne Besatzung, die meist von einer Rampe startete. Genau treffen konnte sie nicht: Das National Air and Space Museum nennt sie sehr ungenau; einer Schätzung zufolge wurden von 7.488 Flugbomben, die den Ärmelkanal überquerten, 3.957 zerstört, und 2.419 erreichten den Großraum London. Die zweite Umkehr steht in der Herstellung. Das Museum of Flight in Seattle nennt etwa 30.000 gebaute Stück; das Imperial War Museum nennt für die V-Waffen schätzungsweise 20.000 beim Bau gestorbene Zwangsarbeiter und schreibt, beim Bau der V-Waffen seien mehr Zwangsarbeiter ums Leben gekommen als Zivilisten durch ihren Einsatz.

Was die Quellen offenlassen: Die Zahl von 20.000 Toten ist laut Imperial War Museum eine Schätzung und gilt den V-Waffen insgesamt, nicht der V 1 allein; ebenso die Aussage zum Verhältnis von Bau- und Einsatztoten. Zur Länge der Rampe nennt das National Air and Space Museum 150 Fuß, hier mit etwa 46 m umgerechnet.

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