The Last Fuselage

1960 · Jet Airliner Fuselage · Werk 1258 von 1.871

A tall assembly hall at an aircraft works near Dresden on an autumn afternoon, pale daylight from high side windows, the long fuselage of a jet airliner on wooden trestles, bare unpainted aluminium in a matt silvery finish, dense rows of rivets across the panels, a rounded nose cap with a conical tip, a row of small round cabin windows, a side door open with its frame primed pale green, a golden-yellow engine nacelle cone on a stand in front, a worker in a grey work coat seen from directly behind, face turned fully away, on a wooden ladder holding a rivet gun to a panel, every surface plain and unmarked.

Wofür es benutzt wurde
Rümpfe des Strahlverkehrsflugzeugs 152 im Flugzeugwerk Dresden-Klotzsche. Chefkonstrukteur war Brunolf Baade; der Entwurf ging auf Arbeiten deutscher Ingenieure in der Sowjetunion zurück. Die erste Maschine flog am 4. Dezember 1958 rund 35 Minuten. Am 4. März 1959 stürzte sie beim zweiten Flug um 13:51 Uhr etwa 6 km nordöstlich der Dresdner Startbahn bei Ottendorf-Okrilla ab; alle 4 Besatzungsmitglieder starben. Gebaut wurde weiter: Die Flugrevue nennt Teile bis zur Werknummer 028 und 12 weitgehend fertige Rümpfe. In der Luftfahrtindustrie der DDR arbeiteten zeitweise über 20.000 Menschen.
Was daran neu war
Es war der Versuch, ein vollständiges Verkehrsflugzeug samt eigenem Triebwerk, der Pirna 014, im eigenen Land zu bauen. Das Tandemfahrwerk des ersten Prototyps stammte vom Bomber 150; der Pfeilflügel hatte 35 Grad, rund 138 m² Fläche und 27 m Spannweite. Der erste Prototyp flog mit sowjetischen Triebwerken RD-9B. Die Umkehr kam von der Nachfrage: Bestellungen aus der Sowjetunion blieben aus; An-24, Tu-124 und Il-18 machten der 152 Konkurrenz. Am 28. Februar 1961 beschloss das Politbüro der SED das Ende, am 25. März 1961 folgte der Verschrottungsbefehl. Von den hier genieteten Rümpfen blieb einer übrig: Werknummer 011, ab 1995 restauriert, heute am Flughafen Dresden.

Was die Quellen offenlassen: Für das Ende nennt die Flugrevue zwei Schritte: den Politbürobeschluss am 28. Februar 1961 und den Verschrottungsbefehl am 25. März 1961. Die Stückzahlen zählen Verschiedenes: 3 Prototypen gegenüber 12 weitgehend fertigen Rümpfen. Die Absturzursache ist in den geöffneten Quellen nicht geklärt; die MfS-Information vom 5. März 1959 nennt Ort und Ablauf, aber keine Ursache.

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