The Faceted Sphere

1962 · Active Communications Satellite · Werk 1261 von 1.871

A test laboratory in New Jersey on a June afternoon, warm sunlight slanting through tall steel-framed windows across a pale linoleum floor, on a turning test pedestal a satellite sphere about eighty-seven centimetres across, built of white riveted faceted panels set with rectangular fields of dark blue solar cells shimmering violet, around its equator two bands of small rectangular openings with short antenna rods, on its crown a coiled wire helix antenna, beside it a grey trolley of test instruments with blank faces and plain marks, a technician's hands in white nylon gloves fitting a cable connector at the base, a rust-red domed cover resting on a bench behind.

Wofür es benutzt wurde
Aktiver Nachrichtensatellit: Er empfing Mikrowellensignale von Bodenstationen und strahlte sie über große Entfernung zur Erde zurück. Entworfen und gebaut haben ihn die Bell Laboratories; bezahlt hat ihn privat die American Telephone and Telegraph Corporation im Rahmen einer Vereinbarung mit der NASA. Der Start erfolgte am 10. Juli 1962 um 2:35 Uhr mit einer Delta-Rakete von Cape Canaveral, beim ersten Versuch. Die Kugel maß 34,5 Zoll, etwa 88 cm, wog 171 Pfund, etwa 78 kg, und war außen mit Solarzellen besetzt. Die Bahn war elliptisch, etwa 955 × 5.640 km; über dem Atlantik blieb jeweils ein Fenster von etwa 18 Minuten.
Was daran neu war
Er empfing die Signale und sendete sie neu aus, statt sie nur zu spiegeln wie der Ballonsatellit Echo 1 mit seinen 30 m Durchmesser; das National Air and Space Museum nennt ihn den ersten aktiven Nachrichtensatelliten und das Vorbild aller späteren. In der Nacht nach dem Start gingen die ersten Fernsehbilder zwischen Andover in Maine und Pleumeur-Bodou in Frankreich über den Atlantik, am 23. Juli folgten eine öffentliche Sendung und das erste Telefongespräch über den Atlantik ohne Kabel. Erledigt wurde er von der eigenen Seite: Am Tag vor dem Start hatten die USA über dem Pazifik in 400 km Höhe den Kernwaffentest Starfish Prime mit 1,4 Megatonnen gezündet. Im November 1962 beschädigte Strahlung die Elektronik, im Februar 1963 fielen die Transistoren endgültig aus.

Was die Quellen offenlassen: Das National Air and Space Museum führt den Ausfall auf Strahlung im Van-Allen-Gürtel zurück, ohne den Test zu nennen; die Verbindung zu Starfish Prime stellt Scientific American her, wo der Bell-Ingenieur Walter Brown den beobachteten Elektronenfluss mit dem Hundertfachen des Vorhergesagten angibt. Die Masseangaben unterscheiden sich; das Museum wiegt einen Ersatzsatelliten samt roter Antennenabdeckung (86,9 kg).

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