1901 · Viscose Rayon Spinning · Werk 1283 von 1.871
A brick workshop near Kew on a clear spring morning, sunlight through a tall sash window, on a wooden bench a small glass roller on a metal shaft drawing a glistening thread down into a cylindrical dark red-brown spinning pot on a slender flanged spindle, the pot cut open at the front, inside it a thick ring of wound thread shining silver, a flat pale ring on its rim, beside it a clear glass bottle with a wide glass stopper holding thick honey-brown liquid, its paper label blank, a hank of ivory-white thread tied with string, a hand in a rolled shirt sleeve holding a thread up to the light.
Wofür es benutzt wurde
Die Spinnbox stand am Ende der Viskosestraße. Die Lösung wurde durch den Kerzenfilter zur Düse gepumpt; der im Spinnbad gefällte Faden lief über Umlenkrolle und Trichter in einen schnell rotierenden Blechtopf und legte sich dort "in the form of a hollow cake of thread" ab. Ein Topf üblicher Größe nahm etwa 1 Pfund nassen Fadens auf. Danach lagerten die Kuchen in Feuchtkammern, weil Antrocknen das Haspeln erschwert hätte; die Fachliteratur der 1920er Jahre beschreibt Haspelmaschinen für 20 Kuchen gleichzeitig und die Endkontrolle Strang für Strang durch "trained operatives". Das Science Museum führt das erste Versuchsgerät von 1901 unter 1928-669.
Was daran neu war
Der Topf drehte und wickelte in einem Arbeitsgang: Die Fliehkraft legte den Faden an die Wand und drehte ihn dabei. Bei 5.000 Umdrehungen je Minute und 50 Meter Spinngeschwindigkeit ergibt das etwa 100 Drehungen je Meter. Die Spulenmaschine sammelte ungedreht und brauchte eine zweite Maschine dafür. Der Erfinderanspruch ist eng zu fassen; Wheeler schreibt 1928: "The principle on which this machine is based is not new, and has been applied for other purposes in connection with textiles, though Topham was the first to patent its application to artificial-thread production". Das Lösungsmittel hat seinen Preis: Schwefelkohlenstoff macht die Zellulose löslich; in einem koreanischen Viskosewerk wurden laut einer Fachveröffentlichung von 2002 830 Beschäftigte als vergiftet diagnostiziert, 38 von ihnen waren gestorben.
Was die Quellen offenlassen: Betriebszahlen stammen aus Fachbüchern von 1928 und 1929, nicht aus dem Jahr 1901. Zur Datierung widersprechen sich zwei Museen: Die Science Museum Group datiert die erste Versuchsbox auf 1901, das Museum of Richmond ein bei ihm gezeigtes Stück auf etwa 1895. Der Begriff "Topham box" steht nicht in der zeitgenössischen Fachliteratur, die von "spinning box" oder "spinning pot" spricht. Zu GB 23.158/1900 lagen keine nummerierten Ansprüche vor.