1917 · Chemical Projector Canister · Werk 1288 von 1.871
A muddy field depot in northern France on a cold grey April dawn, wet sleet falling, patches of snow on the clay, on duckboards of wet planks long rows of matt black capsule-shaped steel cylinders nineteen centimetres across and fifty-seven centimetres long, evenly rounded at both ends, a short stubby hexagonal cap at each end, fine scratches and small pale chips in the paint, the steel surfaces plain and unmarked, behind them a long row of wide-mouthed steel tubes set slanting into the clay, thin wires strung between them, stacked sandbags, two men in khaki wool greatcoats, puttees and plain steel helmets seen from directly behind, one carrying a cylinder on his shoulder.
Wofür es benutzt wurde
Der Livens-Werfer war nach dem Imperial War Museum "primarily a mortar designed for delivering gas bombs". Das Rohr bestand nach der Originalbeschriftung im Museum zunächst aus einer abgelängten Gasflasche, hinten durch eine kräftige Bodenplatte abgestützt; später fertigte die Z Company es nach Arvidson aus gezogenem Stahlrohr von etwa 8 Zoll Durchmesser und einem Viertelzoll Wandstärke. Das Projektil war 21 Zoll lang und 8 Zoll im Durchmesser, mit einem Rohr von etwa 1 Zoll in der Mitte für die Sprengladung; die Hauptfüllung bestand nach Arvidson aus 30 Pfund flüssigem Phosgen. Die Treibladung lag in Beuteln in einer Blechdose am Rohrboden, "the number of bags being varied according to the range required". Die Gesamtproduktion für die Alliierten überstieg nach einem Auszug der Western Front Association, den das Museum wiedergibt, 150.000 Stück.
Was daran neu war
Neu war nicht die chemische Waffe, sondern die billige Massensalve. Deutsche und Franzosen gaben die Flaschen auf und gingen zur Artillerie zurück; die Briten konnten das nach Arvidsons Darstellung nicht, weil ihnen Granaten fehlten und sie keine Sprengstoffproduktion abzweigen konnten. Spiers nennt den Werfer "easily and cheaply produced", wetterunabhängig, mit Kanistern von etwa 15 kg Füllgut, und zitiert eine deutsche Bewertung, der Feind habe "the advantages of gas cloud with those of gas shell" verbunden. Der Widerhaken steckt im Erfolg: Die Deutschen bauten die Waffe nach, und "The German weapon out-performed the Livens Projector in range and accuracy." Als die Front wieder beweglich wurde, war sie "practically useless in open warfare".
Was die Quellen offenlassen: Zum Einsatz bei Arras widersprechen sich die Quellen: Spiers nennt 2.340 Werfer am 4. April 1917, Arvidson (CML) 320 am 9. und 10. April, zugleich über 2.000 bis Mai. Die Maße stammen von den Objektseiten des Werfers. "Über 50 Tonnen Phosgen" nennt nur eine Quelle. Den allerersten Werfer, noch eine Brandwaffe, beschreibt der WFA-Auszug beim Museum als abgelängtes 12-Gallonen-Ölfass, Arvidson als leeres Fünf-Gallonen-Ölfass.