Sliced from the Block

1945 · Celluloid Sheet Slicing Machine · Werk 1296 von 1.871

A bright workshop of a plastics works beside a river estuary in Suffolk on a clear October morning, sunlight through tall windows, a long flat cutting machine with a dark bolted iron frame, on its bed a smooth solid block of layered celluloid in mottled amber and brown, a young woman with dark wavy hair in a light short-sleeved dress and an apron seen from directly behind, face turned fully away, lifting with both hands a thin sheet of wood-grained amber celluloid that curls up into a glossy roll as it leaves the block, shelves and pipes along the far wall, a red bucket hanging on a hook.

Wofür es benutzt wurde
Celluloid wurde in Blöcken gefertigt und dann geschnitten. Nach dem Mischen wurde die Masse "pressed into blocks of various sizes", die Blöcke lagerten in Trockenschuppen, weil die fertigen Stücke sich sonst verzogen, spalteten und schwanden; nötig war eine Reifezeit "for up to several weeks", und die Zeiten schwankten nach Julie A. Reilly stark "from batch to batch and from manufacturer to manufacturer". Die Schneidmaschine trennte vom Block Tafeln ab. Eine deutsche Patentschrift von 1928 beschreibt eine solche Maschine: Der Block wird auf einem hydraulisch bewegten Tisch aufgespannt, ein Messerbalken an zwei Ständern trägt das Messer und wird im Hubwechsel verstellt. Weiterverarbeitet wurde wie Holz, gesägt, gebohrt, geschnitzt und gehobelt.
Was daran neu war
Diese Maschine war 1945 längst ein eingeführter Typ. Eine britische Patentschrift von 1929 über das Schneiden von Phenolharzblöcken verweist beiläufig darauf, der Schnitt könne "be effected in a celluloid cutting machine" erfolgen; die Celluloidmaschine ist dort das Bekannte, nicht das Neue. Zwei Bauarten standen nebeneinander: Die Schrift DE 522 309 C von 1931 nennt Maschinen, die Rundblöcke mit breitem Messer zu Bändern oder mit Hohlmeißel zu Stäben schälen; den Flachschnitt auf dem Tisch beschreibt die Schrift von 1928. Beim Zuschneiden von Kämmen lag der Vorteil im Werkstoff: Horn musste schräg gespannt und die Sägen genau geführt werden, "in spite of which the horn frequently splinters or breaks". Der Preis war das Feuer: In Celluloidwerkstätten füllte feiner Staub die Luft und bildete "a source of danger".

Was die Quellen offenlassen: Zu 1945 fand sich kein Ereignis, kein Betrieb und kein Museumsobjekt; die Maschine ist nicht identifiziert. Beschrieben ist daher der belegte Maschinentyp nach Patentschriften von 1928 bis 1931, nach einem Fachbuch von 1907 und nach Reilly 1991. Die Firmenzuordnung von DE 466 839 C stammt aus einer Patentdatenbank, nicht aus einem Firmenarchiv. Zur Brandursachenfrage sagt die Quelle selbst "could not be proved".

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