Sholes and Glidden

1874 · Type Bar Typewriter · Werk 157 von 1.871

Sholes and Glidden, 1874, Type Bar Typewriter

A Sholes and Glidden typewriter on its sewing machine stand in a Remington workshop, a decorated iron shell over the upstrike typebars, the carriage return treadle below and a paper roller above.

Wofür es benutzt wurde
Gebaut hat die Maschine E. Remington & Sons in Ilion, New York — ein Waffenhersteller, der auch Nähmaschinen baute, und danach sah sie aus: Tisch, Fußtritt für den Wagenrücklauf, schwarzer Lack mit Blumendekor. Der Vertrag vom 1. März 1873 verpflichtete Remington, die Maschine durch die eigenen Chefmechaniker William Jenne und Jefferson Clough überarbeiten zu lassen und mindestens tausend Stück zu bauen. Ab 1874 stand sie für 125 Dollar im Verkauf. Schreiben ließen sich nach Angabe des Smithsonian nur Großbuchstaben; Groß- und Kleinschreibung brachte erst das Nachfolgemodell von 1878.
Was daran neu war
Die erste Schreibmaschine war sie nicht: Über Malling-Hansens Schreibkugel von 1870 schreibt die Science Museum Group, sie gelte als erste kommerziell hergestellte Schreibmaschine — von der aber nur 180 Stück entstanden und die kein kaufmännischer Erfolg war. Neu an der Sholes & Glidden war, dass sie sich in Serie bauen ließ: rund 5.000 Stück zwischen 1874 und 1878, wo die Milwaukeer Vorläufer nach der ASME in einer improvisierten Werkstatt in kleinen Stückzahlen entstanden waren. Die Tastenfolge ordnete Sholes — so gibt die ASME es als Überlieferung wieder — so an, dass sich die Typenhebel seltener verhakten — eine Lösung für ein mechanisches Problem dieser einen Bauart, die als QWERTY die Bauart überlebt hat. Bezahlt wurde das mit Blindheit: Die Typen schlugen von unten gegen die Walze, der Text war erst zu sehen, wenn man sie hochdrehte.

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