Robert E. Lee

1870 · Sternwheel Steamer · Werk 170 von 1.871

Robert E. Lee, 1870, Sternwheel Steamer

The Mississippi packet Robert E Lee running upstream past a wooded bank, twin fluted smokestacks joined by a decorative crown, cotton bales stacked on the main deck, stern wheel churning.

Wofür es benutzt wurde
Das Boot ist älter als seine Jahreszahl: Fertiggestellt wurde es 1866 in New Albany, Indiana, für Kapitän John W. Cannon; 1870 ist das Jahr des Rennens. Es fuhr zwischen New Orleans und Vicksburg und brachte Baumwolle stromab — 285 Fuß lang, acht Kessel, Zylinder von 40 Zoll Durchmesser mit zehn Fuß Hub. 1874 lief es mit 5.741 Ballen als Rekordladung in New Orleans ein. Die Baukosten werden mit 230.000 Dollar angegeben, belegt allerdings nur an einer einzigen Stelle.
Was daran neu war
Technisch war an dem Boot nichts grundsätzlich neu; neu waren Maßstab und Betriebsweise. Berühmt wurde es durch die Fahrt vom 30. Juni bis 4. Juli 1870 gegen die Natchez, für die heute drei Tage, 18 Stunden und 14 Minuten über rund 1.200 Meilen genannt werden — die zeitgenössische Lithografie von Currier & Ives im Metropolitan Museum nennt dagegen "Time: 3 Days 18 Hours and 30 Minutes; Distance 1210 Miles". Ein Vergleich war es nicht: Nach Darstellung des Louisiana State Museum ließ Cannon Fracht und Passagiere zurück und nahm unterwegs von längsseits gelegten Schuten Brennstoff auf, während Leathers seine Ladung nicht verringerte und sechs Stunden auf einer Schlammbank festsaß; das Waterways Journal nennt für diesen Aufenthalt Nebel und vier Stunden 45 Minuten. Der Rekord überlebte das Gewerbe: 1874, im Jahr der Rekordladung, war in St. Louis die Eads-Brücke fertig.

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