J.M. White

1878 · Saloon Steamer · Werk 172 von 1.871

J.M. White, 1878, Saloon Steamer

The long main saloon of the Mississippi steamer J M White, carved arches and skylights running the length of the deck, rows of stateroom doors on both sides, passengers seated at a table.

Wofür es benutzt wurde
Der dritte J.M. White fuhr ab 1878 für die Greenville and New Orleans Packet Company unter Kapitän John W. Tobin im Verkehr New Orleans–Vicksburg. Hauptfracht war Baumwolle, dazu Kajütpassagiere. Das Smithsonian nennt eine Auslegung auf 250 Passagiere erster Klasse und 10.000 Ballen; die größte tatsächlich geladene Menge waren 5.067 Ballen, also weniger als der Rekord der älteren Natchez. Das Innere galt als Höhepunkt des Steamboat Gothic: Tiffany-Wasserkühler, vergoldete Kronleuchter, Konzertflügel.
Was daran neu war
Neu war die Ausstattung, nicht die Technik; eine belastbare Maschinen- oder Rumpfneuerung nennt keine der geprüften Quellen. Schon der Preis ist strittig: Waterways Journal und die Archivkarte der University of Wisconsin nennen übereinstimmend einen Vertragspreis von 103.500 Dollar, das Smithsonian dagegen 220.000 Dollar Anschaffungskosten — ob Werftvertrag gegen Gesamtkosten gemeint ist, erklärt keine der Quellen. Der Widerhaken liegt im Betrieb: Das Smithsonian führt den hohen Preis, die schwache Konjunktur und das wachsende Eisenbahnnetz als Gründe dafür an, dass das Boot unrentabel blieb. Am 13. Dezember 1886 verbrannte es; geschätzt 28 Menschen kamen um. Es war zuletzt mit 60.000 Dollar bewertet und nur mit 27.000 versichert.

Zum Weiterlesen