Schaufelradmaschine der Great Eastern

1858 · Oscillating Paddle Engine · Werk 178 von 1.871

Schaufelradmaschine der Great Eastern, 1858, Oscillating Paddle Engine

The oscillating paddle engine of the Great Eastern inside her engine room, four enormous cylinders rocking on trunnions, connecting rods reaching a single crankshaft, gratings and ladders around the machinery.

Wofür es benutzt wurde
Die Great Eastern hatte zwei voneinander unabhängige Antriebe mit eigenen Kesseln. Die oszillierenden Schaufelradmaschinen von John Scott Russell & Co. trieben Räder von 56 Fuß Durchmesser: vier Zylinder von 6 Fuß 2 Zoll Bohrung und 14 Fuß Hub. Getrennt davon arbeitete die Schraubenmaschine von James Watt & Co., 1857 in der Soho Foundry in Smethwick gebaut, mit vier Zylindern von 84 Zoll Bohrung und 4 Fuß Hub an einer vierflügeligen Schraube von 24 Fuß. Zehn Kessel versorgten beide Anlagen; Shipping Wonders of the World nennt 551 Tonnen Kohle am Tag. Lloyd's Register Foundation begründet den Doppelantrieb damit, dass Brunel dem noch jungen Schraubenantrieb allein nicht zutraute, ein Schiff dieser Größe zu bewegen.
Was daran neu war
Neu war der Maßstab, nicht das Prinzip: Oszillierende Maschinen und Schrauben gab es beide schon. Die Science Museum Group schreibt, die Schaufelradmaschine habe die doppelte Leistung jeder früheren Schiffsmaschine erbracht. Wie viel das war, sagen die Quellen unterschiedlich: 3.150 PS nennen Science Museum Group (indiziert) und Lloyd's Register Foundation übereinstimmend, 3.411 PS Shipping Wonders of the World, 2.600 PS das zeitgenössische Ocean Steamships von 1891. Auch das Gewicht ist unklar — 836 Tonnen für die ganze Anlage bei Shipping Wonders of the World gegen 90 Tonnen je Maschinenpaar bei der Science Museum Group. Der Widerhaken: Die Explosion vom 9. September 1859 traf genau diese Anlage, weil ihren Kesseln Sicherheitsventile fehlten; die als Rückversicherung gedachte Schraubenmaschine hatte eigene Kessel; sechs Heizer starben.

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