1929 · Express Steamer with Bulbous Bow · Werk 188 von 1.871
The Norddeutscher Lloyd liner Bremen at sea, bulbous bow throwing spray, two low squat funnels, a mail seaplane sitting on its catapult between them, signal mast and rigging aft.
Wofür es benutzt wurde
Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd, gebaut bei der Deschimag AG "Weser", im Liniendienst Bremerhaven–New York. Nach der Schiffsbeschreibung des Deutschen Schifffahrtsmuseums Bremerhaven von Rudolf Brenke trug sie 811 Passagiere erster, 500 zweiter, 300 Touristen- und 617 dritter Klasse, zusammen 2.228, bei rund 990 Mann Besatzung. Die Reederei setzte gut 26 Knoten Dienstgeschwindigkeit fest, weil erst das den Sechstagefahrplan zwischen Bremerhaven und New York trug. Der Auftrag lautete, eine führende Stellung im schnellen Nordatlantikdienst zurückzugewinnen.
Was daran neu war
Der schlanke Rumpf lief vorn in einen tropfenförmigen Bugwulst aus, und die Kesselanlage wurde in zwei weit getrennte Gruppen geteilt, weshalb Bremen und Europa mit zwei Schornsteinen auskamen, wo Vorkriegsdampfer vier brauchten (Brenke, DSM). 105.000 PSw Dauerleistung, 135.000 maximal; die Rekordfahrt nach Westen im Juli 1929 in vier Tagen 17 Stunden 42 Minuten mit 27,83 Knoten. Neu war auch, dass die Post schneller ankam als das Schiff: am 22. Juli 1929 startete erstmals eine Heinkel He 12 vom Katapult rund 400 Kilometer vor New York und war nach 2,5 Stunden da; später kam eilige Post bis zu 36 Stunden vor dem Dampfer an. Der Widerhaken: 1935 wurde das Katapult ausgebaut und durch eine Garage für Passagierautos ersetzt.