Leviathan of Parsonstown

1845 · Reflecting Telescope · Werk 202 von 1.871

Leviathan of Parsonstown, 1845, Reflecting Telescope

The seventy-two inch Rosse reflector at Birr Castle: a huge wooden tube about fifty-four feet long standing steeply tilted between two tall parallel masonry walls, its lower end resting on a universal joint on the ground at the foot of the walls and its open upper end raised high above the wall tops toward the evening sky, the tube leaning like a great cannon aimed upward, held by chains running over pulleys on the walls to counterweights, a wooden observing gallery spanning between the walls near the top, the walls about forty feet high with the tube rising past them, castle parkland around the mounting.

Wofür es benutzt wurde
William Parsons, dritter Earl of Rosse, baute das Teleskop auf seinem Sitz Birr Castle in Parsonstown, dem heutigen Birr in Irland. Den ersten 72-Zoll-Spiegel goss er 1842, fertig war das Instrument 1845. Es sollte klären, was die Nebel am Himmel sind: ferne Sternhaufen oder Gaswolken. Das Rohr hing zwischen zwei gemauerten Wänden und war nur eingeschränkt beweglich. Kaum in Betrieb, zeigte es im Frühjahr 1845 im Nebel M51 eine Spirale. Im Sommer 1845 begann die Große Hungersnot. Sie schränkte die Beobachtungen nach dem Astrophysiker Trevor Weekes ernsthaft ein, gerade als das Teleskop in bestem Zustand war; die Familie Parsons leistete in diesen Jahren Hungerhilfe. Die wichtigen Nebelbeobachtungen fallen laut Dictionary of Scientific Biography in die Jahre 1848 bis 1878.
Was daran neu war
Der Spiegel aus Spiegelmetall maß 72 Zoll (1,83 m), wog rund vier Tonnen und war anderthalbmal so breit wie Herschels 48-Zoll-Spiegel. Damit sahen Rosse und seine Mitarbeiter in Hunderten Nebeln Einzelheiten, die vorher niemand erkennen konnte, vor allem, dass manche spiralförmig sind; frühere Beobachter hatten in M51 nur runde Formen gesehen. Wer im Frühjahr 1845 am Okular saß, als die Spirale auffiel, ist unklar: Beobachtungsprotokolle sind nicht erhalten (Weekes 2010). Wie lange es das größte Teleskop der Welt blieb, wird unterschiedlich angegeben: bis 1917 (Irish Times), dem Jahr, in dem das 100-Zoll-Hooker-Teleskop am Mount Wilson erstes Licht sah, oder bis 1914 (Birr Castle).

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