Zwillingsdampffoerdermaschine Hannover

1893 · Twin Steam Winding Engine · Werk 332 von 1.871

Zwillingsdampffoerdermaschine Hannover, 1893, Twin Steam Winding Engine

The twin-cylinder steam winding engine in the machine hall of Zeche Hannover, two horizontal steam cylinders, one on each side, driving a single large rope sheave between them over which the winding rope passes, hand-worked reversing lever and depth indicator dial watched by the engineman at his stand, the engineman in a dark cloth jacket, waistcoat and cap, only the levers, the dial and a bell, the hall lit by daylight from tall windows and by gas lamps.

Wofür es benutzt wurde
Die Maschine steht in der Maschinenhalle am Malakowturm der Zeche Hannover in Bochum-Hordel, heute LWL-Museum. Das LWL datiert sie auf 1893 und nennt sie die älteste Fördermaschine des Ruhrbergbaus am Originalstandort; ZEIT-RÄUME RUHR führt sie als Koepe-Fördermaschine von 1893, ruhrzechenaus.de nennt abweichend 1892. Hersteller, Leistung, Zylindermaße, Nutzlast und Fördergeschwindigkeit sind in den zugänglichen Quellen nicht ausgewiesen.
Was daran neu war
Neu ist an ihr keine Erfindung, sondern ein Beweis: sie ist eine Koepe-Fördermaschine und steht auf demselben Zechengelände, auf dem das Verfahren 1877 zum ersten Mal an einer umgebauten alten Maschine ausprobiert wurde. Schon 1888 war auf Schacht 2 eine Turmförderung nach dem Patent eingerichtet worden; erhalten blieb nur die Anlage über Schacht 1. Der Widerhaken ist ihr Überleben. Sie ist die älteste am Originalstandort, weil alles Vergleichbare verschrottet wurde, nicht weil sie die beste war - und sie läuft nicht mehr mit Dampf. Eine LWL-Pressemitteilung von 2003 nennt für Vorführungen Druckluft, die heutige LWL-Startseite und andere Darstellungen Strom beziehungsweise Elektromotoren: die Bewegung ist erhalten, die Kraftquelle, die die Maschine ausmachte, ist ersetzt. Die Zeche selbst erreichte 1965 mit 1.771.326 Tonnen ihre höchste Jahresförderung und wurde acht Jahre später stillgelegt.

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