Brunsviga Model A

1892 · Pinwheel · Werk 417 von 1.871

Brunsviga Model A, 1892, Pinwheel

A pinwheel calculating machine in polished brass and black enamel, the setting wheels' levers standing out from the drum like the spokes of a ship's wheel, a fan of nine levers across the face, a curved counting register below with small numeral windows, each window showing the single digit 0, a cast maker's plate on the front reading "Brunsviga", a crank with a turned grip on the right, every other surface plain black enamel and brass, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking across the drum and the levers.

Wofür es benutzt wurde
Sprossenradmaschine von Grimme, Natalis & Co. in Braunschweig, gebaut nach dem System W. T. Odhner. Das Science Museum datiert sein Exemplar Nr. 262 auf etwa 1892/93: 142 x 346 x 197 mm, 7,372 kg, mit dem Rad veränderlicher Zahnzahl, das es nach Odhners Patent von 1891 beschreibt; die Firma habe die deutschen Patentrechte von Odhner erworben. Das Smithsonian beschreibt ein Modell A mit neun Einstellhebeln und einem Schlitten mit 18 Fenstern - Exemplar Nr. 6384, datiert auf etwa 1905. Das Rechnerlexikon hält fest, dass bis März 1912 20.000 Brunsviga verkauft waren.
Was daran neu war
Nicht die Mechanik - die war lizenziert. Das Smithsonian datiert den Kauf der Fertigungsrechte auf 1892. Neu war die Serienfertigung in Deutschland und die laufende Änderung der Maschine; das Science Museum nennt Sprossenradmaschinen allgemein kleiner, leichter und einfacher zu bedienen als Arithmometer. Was "Modell A" bezeichnet, ist dabei unscharf: das Smithsonian datiert ein Modell A auf etwa 1905, das Science Museum sein Exemplar, das es nicht Modell A nennt, sondern die Brunsviga "in its earliest form", auf 1892/93, und das Rechnerlexikon dokumentiert ein Modell A mit kurzer Kurbel oberhalb der Seriennummer 600 und widerspricht damit ausdrücklich früheren Angaben. Das Jahr 1892 ist also der Beginn einer Baureihe, kein Baujahr. Und der Name: Brunsviga war zunächst nur die Verkaufsbezeichnung der Firma Grimme, Natalis & Co.; ab 1927 stand der Name im Firmennamen, ab 1950 hieß sie Brunsviga Maschinenwerke AG.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausOdhner Arithmometer1890Grimme, Natalis & Co. in Braunschweig baute 1892 die erste deutsche Sprossenradmaschine, "kurz nach Ankauf der Lizenz für die Odhner-Patente im deutschsprachigen Raum" (Arithmeum). Mit der Odhner Modell 1 sei sie "fast völlig identisch"; auch das Firmensiegel sitzt an derselben Stelle.Beleg: Arithmeum, Sammlung Rechnen einst: Brunsviga 1 · Smithsonian, National Museum of American History: Pinwheel Calculating Machines

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