Addiator

1920 · Slide Adder · Werk 436 von 1.871

Addiator, 1920, Slide Adder

A pocket adding device in a nickel-plated sleeve, parallel toothed slots down the face with a column of the digits 0 to 9 beside each slot, a small clearing loop of wire folded at the top, a row of small result windows across the top, each window showing the single digit 0, a leather case lying open beside it, every other surface plain bright nickel, the sleeve lettered "Addiator", standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking across the toothed slots.

Wofür es benutzt wurde
Ein flaches Metallgerät für die Tasche, mit Griffel bedient, Addition auf der einen, Subtraktion auf der anderen Seite. Wofür es gebraucht wurde, zeigen die Sonderausführungen: Modelle für Pfund, Schilling und Pence, der Quantotar für britische Gewichte, der Hexadat von 1971 bis 1976 für Programmierer. Für die Kaufhof-Warenhäuser baute die Firma zwischen 1961 und 1970 eine chiffrierende Ausführung, mit der Tagesumsätze vor dem eigenen Personal geheim gehalten wurden; das Crypto Museum nennt dafür etwa 3000 bis 5000 Stück. 1960 lieferte die Firma nach dem Crypto Museum in 92 Länder, die meisten Geräte in die USA.
Was daran neu war
Neu war nicht das Prinzip, sondern die Bauform: Addition und Subtraktion auf Vorder- und Rückseite eines einzigen flachen Gehäuses; Kübler meldete diese Rückseite mit Subtraktionsschlitzen 1919 zum Patent an (DE 367599). Der hakenförmige Schlitz für den Übertrag geht auf Kummer in den 1840er Jahren zurück. Auch die Erfindung dieses Geräts gehört nicht dem Firmengründer allein: Carl Kübler, der die Firma am 13. Februar 1920 gründete, kaufte den von Otto Meuter seit 1918 gebauten Schieberaddierer MEUM samt Gebrauchsmuster, und Meuter arbeitete danach als Konstrukteur in Küblers Fabrik. Die Zahl dazu: etwa eine Million Standardgeräte zwischen 1930 und 1975. Das Ende kam aus derselben Richtung wie der letzte Kunde: 1974 lief die Produktion aus, 1975 wurde die Firma aufgelöst, der Hexadat für Programmierer war nach Scherphuis noch bis 1976 im Handel.

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