The Key Punch Type 011

1923 · Card Punch · Werk 579 von 1.871

The Key Punch Type 011, 1923, Card Punch

An electric key punch with a flat card bed and a small keyboard of twelve numeric keys, a single card laid by hand in the bed and carried one column at a time as each key drives a hole by electromagnet, a plain buff card punched with round holes in a scattered pattern, the card and the keys close to the lens, the operator's hand on the keyboard, the punch in black enamel with steel fittings, a punch room lit by daylight from a window, the rest of the machine behind the bed in soft focus.

Wofür es benutzt wurde
Mit dem Electric Key Punch Type 011 wurden Lochkarten von Hand gelocht. Er stand am Anfang jeder Lochkartenarbeit: Jemand las einen Urbeleg und übertrug ihn Zeichen für Zeichen in Löcher. Die Maschine kam 1923, als IBM-Karten noch 45 Spalten und runde Löcher hatten. Die Tastatur hatte zwölf Tasten, für jede Kartenzeile eine, dazu eine Release- und eine Leertaste. Jeder Anschlag stanzte ein Loch und schob die Karte eine Spalte weiter; die X-Taste sprang zum nächsten Anschlag, ähnlich dem Tabulator einer Schreibmaschine. Buchstaben konnte der 011 nicht, nur Ziffern.
Was daran neu war
Neu war der elektrische Antrieb des Lochens. Nach der Darstellung der Columbia University war der Type 011 die erste elektrisch angetriebene Lochmaschine von IBM: Elektromagnete stanzten die Löcher, was die Ermüdung der Bedienerin stark verringerte. Verschwunden war damit die Muskelkraft, nicht der Mensch. IBM schrieb 1936 im eigenen Vorführtext, es gebe keine Maschine, die die verschiedenen Handschriften auf einem Urbeleg lesen könne. Entsprechend blieb das Lochen der Engpass der ganzen Anlage: Durchschnittliche Kräfte schafften laut IBM 250 bis 800 Karten in der Stunde, je nach Lochzahl und Lesbarkeit der Vorlage, während der Sortierer im selben Handbuch 225 oder 400 Karten in der Minute nahm.

Was die Quellen offenlassen: Ob der Type 011 nach 1928 für 80-spaltige Karten umgebaut wurde, ist offen; die Columbia University bezeichnet das ausdrücklich als Vermutung. Stückzahlen oder Mietpreise für den 011 wurden nicht gefunden. IBMs eigene Chronik verzeichnet für 1923 nur den knappen Satz, der elektrische Kartenlocher werde eingeführt.

Zum Weiterlesen