Galleria Vittorio Emanuele II

1877 · Iron and Glass Vault · Werk 59 von 1.871

Galleria Vittorio Emanuele II, 1877, Iron and Glass Vault

The Galleria Vittorio Emanuele II in Milan, glazed barrel vaults meeting at an octagonal crossing under an iron and glass dome, the mosaic bull set in the pavement below.

Wofür es benutzt wurde
Überdachte Ladenstraße zwischen Domplatz und Piazza della Scala in Mailand, zugleich Repräsentationsbau des jungen Königreichs Italien. Den Grundstein legte Vittorio Emanuele II. am 7. März 1865, der erste Teil wurde am 15. September 1867 eröffnet. Der Hauptarm misst 196,60 m, der Querarm 105,10 m, die lichte Breite beträgt 14,50 m; über der Kreuzung steht ein Oktogon von rund 37 m Durchmesser und 47 m Höhe. Verbaut sind rund 350 t Eisen, geliefert von Henri Joret et Cie aus Paris. Gebaut hat die Galerie nicht die Stadt, sondern eine Londoner Aktiengesellschaft, die City of Milan Improvements Company Limited. Sie wurde 1868/69 zahlungsunfähig; Mailand musste den Bau selbst übernehmen - der Kaufpreis wird in den Quellen unterschiedlich angegeben und bleibt hier offen. Und am 30. Dezember 1877, bei der letzten Begehung, einen Tag vor dem vereinbarten Übergabetermin, stürzte der Architekt Giuseppe Mengoni vom Gerüst und starb.
Was daran neu war
Vorläufer gab es reichlich. Der Passage des Panoramas in Paris von 1800 ist 133 m lang und 3,20 m breit; die Galeries Royales Saint-Hubert in Brüssel von 1847 gelten der UNESCO als "les premieres galeries couvertes reellement publiques d'Europe", 213 m lang, 8,30 m breit, 18 m hoch. Der Unterschied ist der Maßstab: Mailands Arme sind mit 14,50 m fast doppelt so breit wie die Brüsseler und mit rund 30 m fast doppelt so hoch, und über der Kreuzung steht eine Glaskuppel von 47 m. Das ist keine Ladenpassage mehr, sondern eine überdachte Straße im Maßstab der Stadt.

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