The Statistical Atlas

1874 · Chromolithographed Statistical Maps · Werk 692 von 1.871

The Statistical Atlas, 1874, Chromolithographed Statistical Maps

A large statistical atlas of 1874 lying open on an oak map table in a government library in Washington, a folio about fifty-six centimetres tall bound in half leather and dark cloth, open at a double plate in chromolithography, the left plate a map of the continent as a flat area in graded tones of pale ochre, brown and deep brown, darkest in the east, with touches of green, the right plate a grid of square diagrams in red, blue, ochre and grey, the margins carrying only fine grey strokes, two hands in dark wool sleeves with white cuffs holding the page by its corner, behind the table wooden plan cabinets, cool north light through a tall window on the left.

Wofür es benutzt wurde
Der Statistical Atlas of the United States Based on the Results of the Ninth Census 1870 übersetzte die Ergebnisse einer Volkszählung in Karten und Schaubilder statt in Tabellen. Francis Amasa Walker, Leiter der Zählung von 1870 und Chef des Bureau of Statistics, hat ihn erdacht und die Herstellung beaufsichtigt. Gedruckt wurde er 1874 vom Government Printing Office in Washington; die 60 großen Karten chromolithographierte Julius Bien in New York, die meisten mehrfarbig. Der Band mischte Karten, Schaubilder, Tabellen und Aufsätze von Wissenschaftlern, Volkswirten und Beamten mehrerer Ministerien — der Titel selbst kündigt "contributions from many eminent men of science and several departments of the government" an.
Was daran neu war
Neu war, dass eine ganze Volkszählung als Bild erschien: Verteilungen über das ganze Land in abgestuften Farben, statt Spalten, die der Leser selbst zusammenrechnen muss. Einzelne thematische Karten nach Zensusdaten gab es schon vorher, etwa 1861 eine Karte des Sklavenanteils je County der Südstaaten nach der Zählung von 1860. Der Widerhaken liegt im Material: Walker selbst hielt die Zählung, die er hier so sorgfältig abbildete, für grob mangelhaft. In seiner Einleitung zum Bevölkerungsband der neunten Zählung nannte er sie barbarisch und grob mangelhaft; in seiner Einleitung zum Compendium führte er vier Mängel des Verfahrens an: die Aufsicht durch die Marshals, die Bildung der Unterbezirke, die Bestellung der Hilfskräfte und deren Bezahlung. Das Zensusamt konnte weder die Bezirkseinteilung der Marshals noch die Ernennung der Zähler verhindern; gegen die Zähler im Süden konnte es nur seine Missbilligung äußern.

Was die Quellen offenlassen: Walkers Einleitung wurde nicht im Original eingesehen; seine Urteile sind hier nach der Darstellung von IPUMS (University of Minnesota) wiedergegeben und bewusst paraphrasiert, nicht zitiert. Der Atlas selbst wurde nicht eingesehen; die Zahl von 60 Karten stammt aus einer einzigen Quelle. Die Einstufung als erster umfassender thematischer Atlas eines Staates ist die Einschätzung von Jeremy Norman (History of Information).

Zum Weiterlesen