The Tracked Post Bus

1927 · Half-Track Alpine Coach · Werk 735 von 1.871

The Tracked Post Bus, 1927, Half-Track Alpine Coach

An alpine post bus with rubber crawler tracks of 1927 on a snow-covered pass road in Graubünden in Switzerland, a long-bonneted motor coach, its body deep yellow with plain smooth painted panels, glazed side windows under a folding roof of black canvas, in front two spoked wheels in snow chains, at the rear on each side a track unit, one large spoked wheel between two smaller ones inside a black rubber band forty-two centimetres wide, behind the coach a double track in fresh snow, grey canvas mail sacks on the rear rack, the driver in a fur cap and leather coat seen from behind at the radiator, low winter sun from the left.

Wofür es benutzt wurde
Postautos mit Raupenantrieb hielten im Winter Kurse in den Schweizer Bergen offen, bevor Schneeschleudern die Straßen räumten. Das Museum für Kommunikation in Bern beschreibt den Weg: 1924 eine Testfahrt mit einem Antrieb des schwedischen Postwerkmeisters Nyberg auf der Strecke Chur - Churwalden, im Winter 1925/26 regelmäßiger Kursbetrieb Chur - Lenzerheide mit 2 Pflugwagen und 4 Alpenwagen, 1926/27 sechs weitere umgerüstete Fahrzeuge und rund 10 Neufahrzeuge, die ab Werk Raupen hatten. Befahren wurden auch St. Moritz - Maloja und Reichenau - Flims. Die Alpenwagen waren Saurer-Fahrzeuge, die Lizenzversion des Antriebs konstruierte die PTT mit der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun; die Gummiraupen waren 42 cm breit, 10 cm mehr als beim schwedischen Vorbild.
Was daran neu war
Neu war für die Schweizer Post die Anpassung des Fahrzeugs an den Schnee, übernommen von der Schwedischen Post - und sie hielt nicht. Dieselbe Quelle nennt den 1924 getesteten schwedischen Antrieb für die Bergstrecke Chur - Churwalden "zu schwach dimensioniert", der Mechanismus sei auch nach Verstärkungen nach kurzer Zeit nicht mehr verwendbar gewesen, auf der Malojastraße stieß das System bei stärkerem Schneefall an seine Grenzen, und der Unterhalt war deutlich aufwendiger als auf geräumten Straßen. Der Widerhaken: Die Lösung lag nicht am Fahrzeug, sondern an der Straße. Erst half eine ausgeliehene Schneeschleuder der Armee, ab 1927/28 eine eigene von Hanomag/Saurer. Die meisten Fahrzeuge mit Nyberg-Antrieb wurden um 1933/34 verschrottet, zurückgebaut oder neu aufgebaut; das erhaltene P 1820 wurde 1933 zurückgebaut. Ein Versuch mit 2 Citroën Kégresse folgte 1929.

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