The Triple Valve

1926 · Multiple Valve in One Envelope · Werk 806 von 1.871

A small wireless set of 1926 on a kitchen dresser in Berlin, a flat box of dark brown stained wood nineteen centimetres wide, on top at the right in a black holder a tall straight glass tube thirteen centimetres high with a rounded silvery mirrored top, inside it three identical small upright cages of fine wire in a row glowing faint orange, at the left a flat disc-shaped coil ten centimetres across of brown cotton-covered wire in a lattice winding standing on edge, at the front a black knob on a round metal plate with a hand in a rolled-up shirt sleeve resting on it, warm light from a glass ceiling lamp.

Wofür es benutzt wurde
Die Loewe-Mehrfachröhre 3NF saß im Ortsempfänger OE 333, einem einfachen Gerät für den Empfang des eigenen Senders. Nach dem Objekttext der Museumsstiftung Post und Telekommunikation enthält ein Glaskolben 3 Trioden; getrennt eingeschmolzen sind 2 Kopplungskondensatoren und 4 Widerstände. Entwickelt wurde die Röhre in Zusammenarbeit mit Manfred von Ardenne. Der OE 333 war ein reiner Audionempfänger ohne Rückkopplung mit zweistufigem Niederfrequenzverstärker für Lautsprecherempfang und leichter abzustimmen als ein Detektorempfänger. Er kostete 1926 39,50 RM; mit Antenne, Lautsprecher, Akkumulator und Batterie lag der Gesamtbetrag bei etwa 100 RM.
Was daran neu war
Kennzeichnend war, dass die ganze Empfängerschaltung außer dem Schwingkreis - verstärkende Systeme und passive Bauteile - in einem einzigen evakuierten Kolben steckte. Der Grund war nach der Darstellung von Jogis Röhrenbude kaufmännisch: Telefunken hielt die deutschen Röhrenpatente, und die Lizenzgebühr wurde je Röhrensockel berechnet, nicht je Röhre; mehrere Systeme in einem Kolben kosteten also nur eine Gebühr. Der Widerhaken folgte aus derselben Bauweise: riss ein Heizfaden, ließ sich kein einzelnes System tauschen; der Besitzer konnte die Röhre gegen Entgelt bei Loewe reparieren lassen. Bis 1932 wurden nach dem Objekttext über 1 Million Geräte verkauft.

Was die Quellen offenlassen: Der Objekttext der Museumsstiftung nennt keine Lizenzgebühr oder Steuer als Grund der Bauweise; diese Begründung stammt aus der Sammler- und Fachliteratur (Jogis Röhrenbude). Stückzahlen der Röhre selbst sind nicht belegt, nur die über 1 Million verkauften Geräte bis 1932. Jogis Röhrenbude liest aus dem Schaltbild drei Widerstände, der Objekttext nennt vier.

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