The Foxhole Radio

1944 · Razor-Blade Crystal Receiver · Werk 813 von 1.871

A homemade radio receiver of 1944 on a crate of raw wood in a shelter dug into sandy ground on the Italian coast, a small wooden board ten centimetres square, on it a block of wood wound with one hundred and seventy turns of copper wire, a thin flat rectangular piece of dark blue steel held down by a thumbtack, a safety pin with a short pencil lead tied to its point resting on the blue steel, bent paper clips as terminals, a thin wire leading up to a branch, a black Bakelite headset on a cloth cord, an olive wool jacket seen from behind, rainwater on the ground, grey daylight.

Wofür es benutzt wurde
Am Landekopf von Anzio in Italien bauten Soldaten 1944 Empfänger aus einer Rasierklinge als Gleichrichter, einer Bleistiftmine oder einer Sicherheitsnadel als Spitze, einer Spule, einer Antenne und Kopfhörern; die Kopfhörer lagen zwischen der Nadel und der geerdeten Seite der Spule. QST vom Juli 1944 berichtet nach Angaben von Toivo Kujanpaa, einem dort stationierten lizenzierten Funkamateur, mehrere Funker am Landekopf hätten ein solches Gerät gebaut. Time vom 17. Juli 1944 nennt Leutnant M. L. Rupert als einen von Hunderten US-Infanteristen, die sich so ein Gerät bauten.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, dass hier nichts erfunden, sondern etwas ersetzt wurde: ohne Röhre, ohne Batterie und ohne zugeteiltes Bauteil bildeten Klinge und Kohle- oder Stahlspitze den Detektor dessen, was QST eine Feldausführung des Kristallempfängers nennt. Den Einfall mit der Bleistiftmine schreibt die New York Times vom 25. Juni 1944 (Jack Gould) O. B. Hanson von NBC zu. Der Widerhaken: was ankam, war der Gegner. QST nennt ein Jive-Programm und deutsche Propaganda von einem Achsensender in Rom; ein Leserbrief in QST vom Oktober 1944 (Justin Garton) berichtet, am Landekopf habe man tagsüber Rom und nachts Propaganda aus Berlin empfangen.

Was die Quellen offenlassen: Geöffnet wurde nur eine Zusammenstellung (onetuberadio.com), die QST vom Juli und August und Oktober 1944, die New York Times vom 25. Juni 1944 und Time vom 17. Juli 1944 zitiert; diese Originalhefte selbst wurden nicht geöffnet. Die dort genannte Herkunft der Klingen (Marlin Firearms) ist deshalb hier weggelassen. Eine Stückzahl gibt es nicht, nur die Angabe "Hunderte" bei Time.

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