The Germanium Diode

1946 · Germanium Point-Contact Diode · Werk 814 von 1.871

A small diode of 1946 lying on the glass counter of a radio parts shop in a small American town, a slender plain white glass body six millimetres thick, smooth and unmarked, with bright metal end caps and a long thin wire from each end, the whole about nine centimetres from wire tip to wire tip, beside it a spool of copper enamelled wire, a black Bakelite headset, a soldering iron with a wooden handle, a hand in a rolled-up shirt sleeve reaching for the diode, shelves soft in focus behind the counter, sunlight through the shop window from the right.

Wofür es benutzt wurde
Sylvania Electric Products brachte die 1N34 1946 heraus, nach der im Katalogeintrag des Computer History Museum zitierten Karte des Transistor Museum als Allzweckdiode und Rundfunkdetektor in einer weißen Keramikpatrone. Das Transistor Museum nennt als Beispiel einer Anwendung den klassischen Kristalldioden-Empfänger für Mittelwelle und bezeichnet das Bauteil als Allzweckdiode für gewerblichen und Bastlergebrauch. Radio-Craft vom März 1946 gibt für die 1N34 mit Drahtanschlüssen einen mittleren Anodenstrom von 22,5 mA an, Spitzenströme von 60 mA und Stoßströme bis 200 mA, eine Sperrspannung von 50 Volt, eine Kapazität in der Größenordnung von 3 pF; Kristalldioden allgemein vertrugen nach dem Aufsatz minus 40 bis plus 70 Grad Celsius.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Verpackung, nicht das Prinzip: der Germanium-Spitzenkontakt saß fest in einer geschlossenen Patrone mit Drahtanschlüssen und ließ sich nach Radio-Craft direkt in die Schaltung einlöten; die Radardioden davor hatten ihre Spitze ebenfalls ab Werk eingestellt, steckten aber in Halterungen und waren für 1 oder 2 mA ausgelegt, die 1N34 dagegen elektrisch viel belastbarer. Nach Radio-Craft von 1946 arbeitete die 1N34 bis 500 MHz; ihre Kapazität lag nach dem Aufsatz um ein Mehrfaches unter der einer gewöhnlichen Röhrendiode. Der Widerhaken: die Typennummer überlebte ihre Bauart. Das Transistor Museum schreibt der 1N34 die längste zusammenhängende Fertigungsgeschichte aller Germanium-Bauteiltypen zu und gibt an, andere Firmen hätten sie nachgebaut und stellten sie in verschiedenen Gehäuseformen weiter her; die 1N34 im Glasgehäuse DO-35 ist nach prc68.com aber gar kein Spitzenkontakt mehr.

Was die Quellen offenlassen: Verkaufszahlen und Preise nennt keine der geöffneten Quellen; das Transistor Museum gibt nur "Common (Large Scale Commercial Use)" an. Die Bezeichnung "erste kommerzielle Germaniumdiode" steht auf der im CHM-Katalogeintrag zitierten Karte des Transistor Museum und in dessen eigenen Texten, stammt also aus einer Hand, nicht in einer Herstellerveröffentlichung von 1946.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Radar Crystal1942Purdue entwickelte ab 1942 unter Lark-Horovitz Germanium-Spitzengleichrichter für Radarempfänger; Benzers Entdeckung führte zu Gleichrichtern, die über 100 Volt Sperrspannung aushielten, und löste das Durchbrandproblem. Damit wurde Germanium als Diodenwerkstoff für niedrigere Frequenzen interessant: "After the war, a high voltage type 1N34 was introduced."Beleg: Purdue University, Department of Physics and Astronomy: Ralph Bray, The Origin of Semiconductor Research at Purdue · Stuart T. Martin, Harold Heins: Germanium Crystal Diode and Triode Developments, Proceedings of the Radio Club of America 26 (2), 1949

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