The Surface-Barrier Transistor

1953 · Surface-Barrier Transistor · Werk 821 von 1.871

A tiny transistor of 1953 under a magnifier lamp on a black hard rubber plate at a test bench in a valve factory in Pennsylvania, a bullet-shaped metal case one centimetre long and three millimetres thick, its rounded tip bright silver, its body wrapped in a plain smooth band of yellowish-brown paper, a dark base at its flat end with three thin bent silver wires, beside it a flat tray with a bed of cotton wool holding a dozen identical cases, tweezers in a hand in a white cotton glove, a black Bakelite microscope, grey daylight through a window with glazing bars.

Wofür es benutzt wurde
Philco stellte den Oberflächensperrschicht-Transistor Ende 1953 vor; das Firmenblatt Philco News von Januar 1954 berichtet die Vorstellung vor dem Franklin Institute und nennt als Zielanwendung einen tragbaren militärischen UKW-Empfänger, betrieben aus 2 Taschenlampenzellen und so klein wie eine Zigarettenschachtel. Hergestellt wurde er durch elektrolytisches Ätzen und anschließendes galvanisches Abscheiden der Elektroden, nicht durch Legieren. Die Philco-Anwendungsschrift von November 1955 nennt Videovorverstärkung, Hoch- und Mittelfrequenzverstärker, Oszillatoren und Frequenzumsetzer und hält den Typ für besonders geeignet, wo große Zahlen schneller Bauteile gebraucht werden, etwa in Rechnern. Das Rechenwerk des Philco TRANSAC wurde 1955 mit rund 1.700 Transistoren in weniger als 300 Kubikzoll gebaut und brauchte unter 8 Watt.
Was daran neu war
Der Unterschied steht im Firmenwortlaut von Januar 1954: Das Bauteil arbeite bei Frequenzen 10- bis 100-mal so hoch, wie sie mit den älteren Legierungstransistoren erreichbar seien. Die Anwendungsschrift von 1955 nennt für den Typ SB-100 eine Alpha-Grenzfrequenz von 45 Megahertz, Verstärkerbandbreiten von 2 bis 12 Megahertz und für eine Flipflop-Schaltung Anstiegs- und Abfallzeiten unter einer Zehntelmikrosekunde; allgemein arbeite der Typ mit 4,5 Volt oder weniger. Das Verfahren war kein Alleinbesitz: Ein Patent von Arthur A. Varela, angemeldet am 11. Mai 1954, erteilt am 15. Juli 1958, setzt das in den Proceedings of the IRE vom Dezember 1953 beschriebene Ätzverfahren als Stand der Technik voraus und kritisiert, die Ätzzeiten seien ungewöhnlich kritisch. Exemplare, die die Anforderungen anderer SB-Typen verfehlten, gingen nach Vermutung des Transistor Museum als A01 an Bastler; der Katalog von Lafayette Radio von 1957 führt den A01 für 1,90 Dollar, den niedrigsten Preis aller SB-Typen.

Was die Quellen offenlassen: Die Aufsatzreihe in den Proceedings of the IRE von Dezember 1953 war nicht auffindbar; alle Philco-Angaben stammen aus den Firmenschriften selbst. Stückzahlen, Umsätze und Temperaturgrenzen sind nicht belegt. Der oft als Beteiligter genannte John Wallmark erscheint in keiner geöffneten Quelle; Philco News nennt Leslie J. Woods, William E. Bradley und William H. Forster.

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