The Silicon Transistor

1954 · Silicon Junction Transistor · Werk 823 von 1.871

A demonstration of 1954 on a table with a white cloth in a conference hall in Ohio, a hand in a dark suit sleeve dipping the tip of a flat glossy plain red paddle twenty-three centimetres long into a glass beaker of hot oil on an electric hot plate, at the paddle tip a small circuit board with yellow parts, a white cord with a knot leading to a black plug, beside the beaker a small bronze metal can one centimetre across with three long gold wires lying on a white card, a portable record player with a turning black disc, a table lamp, closed heavy curtains behind.

Wofür es benutzt wurde
Texas Instruments brachte nach eigener Pressemitteilung vom 10. Mai 1954 die erste kommerzielle Fertigung von Siliziumtransistoren und beschrieb sie als kerngroße Ersatzstücke für Elektronenröhren. Bekanntgegeben wurde das nicht in einer Fachschrift, sondern auf der National Conference on Airborne Electronics in Dayton, Ohio, am selben Tag. Der Vorteil lag im Temperaturbereich: Nach dem Computer History Museum waren Germaniumbauteile auf 0 bis 70 Grad Celsius beschränkt, Siliziumbauteile arbeiteten von minus 55 bis 125 Grad. Die Bauform war dieselbe gezogene Sperrschicht, die Sparks und Teal bei Bell entwickelt hatten, nur im anderen Material. Die erste Fachveröffentlichung von TI erschien 2 Monate später in den Proceedings of the IRE.
Was daran neu war
Neu war das Material im Serienverfahren, nicht das Bauprinzip - und wer zuerst war, hängt davon ab, was man zählt. Nach ETHW erreichte Morris Tanenbaum bei Bell Labs am 26. Januar 1954 Verstärkung in einem npn-Siliziumtransistor; dieselbe Seite formuliert vorsichtig, das sei möglicherweise der erste überhaupt gefertigte Siliziumtransistor gewesen, und hält fest, Bell habe die Sache geheim gehalten und sich gegen ein Patent entschieden. Tanenbaum selbst sagt in einem Interview, das Michael Riordan wiedergibt, das Rate-Growing-Verfahren sei einfach nicht beherrschbar gewesen und aus Sicht der Fertigung nicht attraktiv. Bei TI gelang der Laborerfolg am 14. April 1954, die Bekanntgabe am 10. Mai. Vorgetragen hat Tanenbaum seine Ergebnisse im Juni 1954; der Zeitschriftenaufsatz kam erst im Juni 1955, 17 Monate nach dem Notizbucheintrag. TI beherrschte danach den Markt für Siliziumtransistoren mehrere Jahre.

Was die Quellen offenlassen: Teals Vortragsmanuskript von 1954 war nicht auffindbar. Sein bekannter Satz, er habe einige Siliziumtransistoren in der Tasche, ist nur in einem Bericht von Michael Riordan aus dem Jahr 2004 belegt, 50 Jahre danach, und bleibt hier deshalb weg. Der verbreitete Preis von 2,50 Dollar steht allein in einer Tagesnotiz des Computer History Museum, nicht im zitierten Pressemitteilungsauszug. Verkaufszahlen sind nicht belegt.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Grown Junction1951Das Verfahren des gezogenen Übergangs stammt von Gordon Teal und Morgan Sparks in den Bell Labs; angekündigt am 4. Juli 1951. Teal ging zu Texas Instruments, wo die Gruppe um Willis Adcock am 14. April 1954 mit eben diesem Verfahren einen npn-Siliziumtransistor baute. Teal stellte ihn am 10. Mai 1954 in Dayton vor.Beleg: Computer History Museum, Silicon Engine: 1951 First Grown-Junction Transistors Fabricated · Computer History Museum, Silicon Engine: 1954 Silicon Transistors Offer Superior Operating Characteristics

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