The TR-55

1955 · Japanese Transistor Radio · Werk 827 von 1.871

A transistor radio of 1955 being assembled on a workbench in a small radio factory in Tokyo in summer, a pale green plastic case fourteen centimetres wide lying open with its back upward, inside it a brown circuit board with five small metal cylinders on wire legs, in front a flat wooden box with twelve compartments full of tiny coils, each row with a different dot of colour, hands in white cotton sleeves holding a coil with tweezers above the board, a soldering iron in its stand, window light from the left.

Wofür es benutzt wurde
Tokyo Tsushin Kogyo brachte den TR-55 im August 1955 auf den japanischen Markt, einen Superhetempfänger mit 5 Transistoren. Die Hochfrequenztransistoren dafür stammten aus einem eigenen Vorhaben: Das Semiconductor History Museum of Japan nennt ein Projekt für Hochfrequenztransistoren für Radios unter Leitung von Tetsuo Tsukamoto. Die Lizenz kam 1953 von Western Electric, das das Transistorpatent hielt. Der Preis lag bei 18.900 Yen - die Makimoto-Bibliothek des Museums setzt dazu, dass das Anfangsgehalt von Hochschulabsolventen zwischen 7.000 und 8.000 Yen lag. Als Ibuka 1952 beschloss, Transistoren zu bauen, hatte das Unternehmen nach derselben Darstellung erst etwa 200 Beschäftigte.
Was daran neu war
Die japanischen Quellen sagen selbst, was der TR-55 nicht war. Das Semiconductor History Museum of Japan schreibt, Sonys TR-55 sei nicht das erste Transistorradio der Welt gewesen; der Weltersteanspruch sei etwa ein halbes Jahr früher von Regency in den Vereinigten Staaten verkauft worden, und die Firma habe das Schild "Erster der Welt" abnehmen müssen. Was abweicht, ist die Bauart: 5 Transistoren im Superhet gegenüber dem Gerät mit 4 Transistoren aus den USA, und die bewusste Wahl gezogener Transistoren trotz niedriger Fertigungsausbeute. Der Vorgänger kam gar nicht in den Handel: Der Prototyp des TR-52 war im Januar 1955 fertig, doch im Sommer 1955 hoben sich die gitterförmigen Kunststoffplatten der Gehäuse in der Hitze, und das Modell wurde nicht eingeführt - es wird das Phantom des UN-Gebäude-Radios genannt.

Was die Quellen offenlassen: Die Ausbeute wird nur dem Sinn nach genannt, mit Formulierungen wie schlechte Ausbeute und zeitweise null Ausbeute; Prozentzahlen stehen in keiner geöffneten Quelle. Stückzahlen, Verkaufszahlen, Gewicht und die Höhe der Western-Electric-Lizenzgebühr sind nicht belegt. Die japanischen Museumsseiten nennen das Regency-Modell nicht mit Typnummer. Nach dem Ausstellungs-PDF kündigte Kobe Industry schon im Januar 1954 das erste Transistorradio Japans an, brachte es aber nicht in den Handel.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Grown Junction1951Anders als die meisten Germaniumhersteller, die im Legierverfahren arbeiteten, machte Tokyo Tsushin Kogyo die Hochfrequenztransistoren für seine ersten Transistorradios im Kristallziehverfahren mit gezogenem Übergang, das die Bell Labs am 4. Juli 1951 angekündigt hatten. Ab 1954 leitete Tetsuo Tsukamoto diese Fertigung; die Transistoren kamen in den TR-55, der im August 1955 auf den Markt kam.Beleg: Semiconductor History Museum of Japan: Transistor exhibition sheet (exhibi310E) · Semiconductor History Museum of Japan, Japanese Pioneers: Tetsuo Tsukamoto · Computer History Museum, Silicon Engine: 1951 First Grown-Junction Transistors Fabricated

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