1958 · Thermoelectric Generator · Werk 836 von 1.871
A log hut in the Siberian taiga on a winter evening, from a rough ceiling beam three chains holding a flat ring of densely set upright fins of matt grey-blue sheet metal about thirty centimetres across with a slender silvery tube rising from its centre, below it on chains a burning kerosene lamp with a glass chimney and a round copper-brown fuel tank casting warm light, a brown cloth-covered cable running in loose loops to a wooden valve radio with a cloth front on a wall shelf, a man in a quilted jacket and felt boots seen from behind turning a knob of the radio, frost patterns on the window pane, darkness beyond.
Wofür es benutzt wurde
Der Thermogenerator ТГК-3 hing über einer Petroleumlampe vom Typ "Molnija", die an Ketten unter seinem Metallzylinder befestigt war, und wandelte die Abwärme des Lampenzylinders in Strom für Batterieradios - in Dörfern ohne Netzanschluss, während die Lampe weiter den Raum beleuchtete. Zwei Thermosäulen lieferten etwa 2 V bei bis zu 0,5 A für die Röhrenheizung und, über einen Vibrationswandler, etwa 120 V bei bis zu 8 mA für die Anoden; ein Stabilisator hielt die Spannung. Gespeist wurden Geräte wie "Rodina-47", "Rodina-52", "Iskra", "Tallin B-2" und "Tula". Der Verbrauch lag bei 60 bis 70 g Petroleum in der Stunde, eine Lampenfüllung reichte für 8 Stunden Radiobetrieb.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist nicht die Thermosäule - der Seebeck-Effekt war seit dem 19. Jahrhundert bekannt -, sondern ihre Verwendung als Hausstromquelle: ein Stromerzeuger, der nichts weiter braucht als die Lampe, die ohnehin brennt, und deshalb keinen zusätzlichen Brennstoff kostet. Die Leistung lag bei etwa 3 W: genug für ein Röhrenradio. Der Preis war der Wirkungsgrad - aus 60 bis 70 g Petroleum je Stunde wurden wenige Watt. Als in den 1960er und 1970er Jahren kleine Dörfer aufgegeben und ihre Bewohner in Orte mit Stromnetz umgesiedelt wurden, nutzten es nach Darstellung des Krasnojarsker Museums nur noch Geologen und Jäger.
Was die Quellen offenlassen: Spannungen, Ströme, Verbrauch, Radiotypen und die späteren Nutzer vom Krasnojarsker Regionalmuseum, das sein Stück auf 1958 und das Werk "imeni Engelsa" datiert. Die Leistungsangabe stammt vom zweiten Museumstext: dort stehen 3 W und, an anderer Stelle, die Leistung habe 5 W nicht überschritten. Produktionszahlen und Preis nennt keine der beiden Quellen, den Produktionsbeginn der zweite Text nur ungefähr: die 1950er Jahre.