1961 · Molecular Electronics Amplifier · Werk 846 von 1.871
A tiny amplifier circuit on a white test board on a laboratory table in Itami in Japan in late winter, a flat dark rectangular platelet about one centimetre long crossed by two pale bands, along its lower edge a row of four small bright contact spots, from each a thin wire running down at a slant, the wires leading across the board to a small round loudspeaker with a bare pale cone in a plain wooden frame, a microscope with a black tube beside it, a hand in a white coat sleeve holding fine tweezers from the right, sliding paper screens at the window, soft daylight from the left.
Wofür es benutzt wurde
Beschrieben ist ein Verstärker aus dem Programm "molecular electronics", an dem Westinghouse ab 1957 mit der US-Luftwaffe arbeitete. Im Februar 1959 reichte die Firma den Vorschlag "Proposal for Molecular Electronics: Dendritic Approach" ein und erhielt im April 1959 einen Entwicklungsauftrag über 1,6 Millionen Dollar, später um 2,6 Millionen Dollar verlängert. Im Januar 1960 führte Westinghouse der Luftwaffe 8 Bauteile vor, darunter einen direkt gekoppelten Tonverstärker mit 5 Watt, einen zweistufigen Videoverstärker und einen frequenzselektiven Verstärker mit Kerbfilter in der Rückführung. 1961 entwarf die Forschungsgruppe von Westinghouse einen vollständig integrierten Tonverstärker mit 5 Watt und fertigte ihn in Vorserie; 1962 entstand eine eigene Molecular Electronics Division.
Was daran neu war
Kennzeichnend war das Programm, nicht das Bauteil: die Luftwaffe zahlte für Schaltungen, die aus dem Material selbst entstehen sollten, ohne unterscheidbare Einzelbauteile. Geliefert wurde etwas anderes. Von den 8 Bauteilen vom Januar 1960 war nach Darstellung des Fachblatts EEJournal nur der Peltier-Kühler ein Bauteil im Sinne des ursprünglichen Vorschlags; die übrigen 7 waren es nicht. John D. Hushers Weg ab März 1959 führte zu "Functional Electronic Blocks", die er herstellte, indem er ein Leistungstransistor-Plättchen in getrennte Inseln zerschnitt; binnen weniger Monate wurden die Vertragsmittel darauf umgelenkt.
Was die Quellen offenlassen: Der Name "Moleculotron" ließ sich in keiner Quelle nachweisen; beschrieben ist hier Westinghouses Verstärker aus dem Programm "molecular electronics". Zwei Quellen nennen einen Tonverstärker mit 5 Watt: EEJournal in der Vorführung vom Januar 1960, Ed Sacks Bericht für das Computer History Museum als Entwurf und Vorserie von 1961. Ob dasselbe Gerät gemeint ist, sagt keine der beiden.