An assembly room of a research institute in a birch forest near Moscow on a winter afternoon, on a pale grey workbench under a magnifier lamp a shallow glass dish holding two dozen tiny square packages twelve millimetres across, lacquered a deep cobalt blue, one of them turned over so that a row of fine wire legs on its underside catches the light, beside it a green circuit board with eight of the blue squares already set in rows, a hand in a white cotton glove holding the next square with tweezers above the board, behind soft in focus a window with snow-covered birches and a pale sky.
Wofür es benutzt wurde
Die hybriden integrierten Schaltungen der Serie "Tropa" wurden ab 1964 am Forschungsinstitut für Präzisionstechnologie (NIITT) in Selenograd entwickelt, Chefkonstrukteur A. K. Katman. Das Institut war am 25. Juni 1963 auf Befehl des Staatskomitee-Vorsitzenden A. I. Schokin als NII-336 gegründet worden, mit dem Auftrag, hybride Schaltungen zu entwickeln und die Fertigungstechnik an Serienwerke zu übergeben; das Versuchswerk "Angstrem" kam zum 1. Mai 1964 hinzu. Tropa war eine Dickschichtserie mit einem Integrationsgrad von bis zu 20 bis 50 Elementen. Sie bildete die Grundlage des Bordrechners "Argon-11S" aus dem NII für Elektronenmaschinen in Moskau und wurde später in Steuerungen von Raumsonden eingesetzt.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist der Weg, den das NIITT 1964 einschlug: nicht monolithisch, sondern hybrid, mit bis zu 20 bis 50 Elementen je Baustein. Die Angstrem-Geschichte von B. M. Malaschewitsch führt die äußere Ähnlichkeit mit den SLT-Modulen von IBM auf ein gemeinsames Vorbild zurück, die Mikromodule; Pressefotos der SLT-Module lagen den Entwicklern vor. Nach derselben Darstellung flogen Tropa-Schaltungen im Raumschiff "Sond-7" um den Mond und kehrten zur Erde zurück.
Was die Quellen offenlassen: Beide Texte stehen beim Virtuellen Computermuseum (computer-museum.ru), beide von B. M. Malaschewitsch: eine Zeitleiste nennt "1964/5 - erste hybride Mikroschaltungen der Serien Tropa (Dickschicht) und Possol (Dünnschicht)", der ausführliche Text den Entwicklungsbeginn 1964, Katman und den Argon-11S. Stückzahlen und Preise der Tropa nennt keiner. Dass sie als erste Mikroschaltungen um den Mond und zurück flogen, hält nicht: Sond 7 flog im August 1969, nach Apollo-Flügen mit IC-Bordrechnern.